Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendarbeit

EU-Jugendministerrat: (Jugend-)Kultur gegen Armut und Ausgrenzung

Mitgliedstaaten und EU sollen mehr für die kulturelle Teilhabe tun und die "kulturelle Dimension" als Querschnittsidee aufnehmen.

Kulturelle Teilhabe und kulturelle Identität sind Grundrechte. Zu diesem Schluss kam das Europäische Parlament am 15. November 2007 in einer Resolution zum sozialen Zusammenhalt und der Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung. Auf dieses Papier beziehen sich nun die Schlussfolgerungen des Jugendministerrats vom 19. November 2010, wenn sie dieses Recht bekräftigen und feststellen, dass der Querschnittscharakter der "kulturellen Dimension" eine ebensolche Politik auch auf europäischer Ebene rechtfertigt. 

Als Antwort auf eine Studie der Kommission über den "Zugang junger Menschen zur Kultur" formulierte der Jugendministerrat seine Schlussfolgerungen, mit denen die Mitgliedstaaten aufgefordert werden, allen jungen Menschen den Zugang zur Kultur zu erleichtern und dafür langfristige politische Strategien und Maßnahmen zu entwickeln. Ressortübergreifende Politikstrategien seien auch auf europäischer Ebene vonnöten, vor allem die Berücksichtigung der "kulturellen Dimension" in den Strategien zur Armutsbekämpfung und Inklusion. Zusammenarbeit der Politikbereiche, Austausch von Erfahrungen und nicht zuletzt Forschung seien auf diesem Gebiet ebenfalls wünschenswert. 

Lesen Sie mehr zu den Beschlüssen des Jugendministerrates unter http://www.jugendpolitikineuropa.de/themen/partizipation/news-659.html

Quelle: Rat der Europäischen Union vom 17.11.2010 zitiert nach JUGEND für Europa

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