Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendarbeit

Eckpunkte des neuen Konzepts "Kindermedienland Baden-Württemberg" vorgestellt

Bild: Ilja Koschembar

Die Anfang 2010 in einer dreijährigen Pilotphase gestartete Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg läuft Ende dieses Jahres aus. Heute fand im Lindenmuseum in Stuttgart eine Anhörung zur zukünftigen Ausrichtung der Initiative statt.

„Die heutige Anhörung ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Kindermedienlandes Baden-Württemberg. Heute haben Experten und Interessierte die Gelegenheit, sich aktiv in die weiteren Überlegungen der Landesregierung einzubringen“, sagte die Ministerin im Staatsministerium Silke Krebs anlässlich der Anhörung zu den Eckpunkten des neuen Konzepts „Kindermedienland Baden-Württemberg“. Schnelle Patentlösungen gebe es nicht. Umso mehr solle die Initiative „Kindermedienland“ weiter Impulse geben und dazu beitragen, Chancen und Risiken des digitalen Zeitalters zu vermitteln.

Da die Pilotphase Ende 2012 ausläuft, hat das Kabinett schon letztes Jahr beschlossen, ein neues Konzept des Kindermedienlandes zu erarbeiten. Hierzu hatte das Staatsministerium Ende 2011 eine Online-Konsultation über die Zukunft der Initiative gestartet. „Die Auswertung der Konsultation und die Ergebnisse der Evaluierung haben gezeigt, dass ein großer Bedarf im Bereich Medienpädagogik besteht. Deshalb wollen wir das Kindermedienland ab 2013 mehr in die Fläche bringen und weiterhin Schülern, Lehrkräften und Eltern Unterstützung anbieten“, betonte Ministerin Krebs. Die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger werden dabei helfen, die Best-Practice-Projekte auszusuchen, die nächstes Jahr landesweit umgesetzt werden sollen.

Medienkompetenz müsse auch im Umgang mit Filmen und Games vermittelt werden, betonte Kunststaatssekretär Walter. „Deshalb unterstützt die MFG-Entwicklungen im Rahmen ihres digitalen Förderprogramms auch innovative Lernansätze, die zum Beispiel im Rahmen von Computerspielen realisiert werden.“ Hinzu kommt: Die MFG-Filmförderung engagiere sich in Kooperation mit der Landesanstalt für Kommunikation und dem Landesmedienzentrum stark für die Filmbildung von Schülerinnen und Schülern, zum Beispiel im Rahmen der Schulkinowochen oder des Internationalen Kinder-Kino-Festivals in Schwäbisch Gmünd, so Walter. Ministerialdirektorin im Kultusministerium Dr. Margret Ruep fügte hinzu: „Moderne Medienpädagogik sollte in allen Schulfächern angewandt werden. Wir werden dazu die Bildungspläne entsprechend anpassen."

Das „Kindermedienland Baden-Württemberg“ wird ab 2013 neue Aspekte enthalten. „Wir werden unter anderem einen Schwerpunkt bei den bildungsfernen Familien setzen“, betonte Ministerin Krebs. Es sei auch wichtig, weitere Partner wie zum Beispiel Zeitungsverlage für die Medienbildung zu gewinnen, um das Angebot des Kindermedienlandes zu erweitern. Außerdem wird einmal im Jahr ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben, bei dem sich alle Einrichtungen im Land um eine Förderung durch die Initiative Kindermedienland bewerben können. „Die Pilotphase des Kindermedienlandes war ein Erfolg. Daher will das Staatsministerium mittelfristig die nächsten Meilensteine bei der Medienbildung in einem Leitbild unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und der fachlich betroffenen Ministerien erarbeiten“, so Ministerin Krebs.

Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg