Digitalisierung und Medien / Gesundheit

Drogenbeauftragte kritisiert Internet-Aufrufe zum Massenbesäufnis

Mechthild Dykmans im DAK-Interview
Bild: DAK/Hahn

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, hat anlässlich der Preisverleihung zum DAK-Plakatwettbewerb "bunt statt blau" das über Facebook ursprünglich geplante Massenbesäufnis von Jugendlichen in Hamburger Bussen und Bahnen am 30. September kritisiert.

Neben positiven Seiten einer umfassenden Information berge das Internet auch Gefahren. „Sich zu einem Flashmob zu treffen, um sich zu besaufen, ist keine sinnvolle Freizeitgestaltung“, sagte Frau Dyckmans am Montag in einem Interview bei der Preisverleihung mit den Bundessiegern des DAK-Plakatwettbewerbs „bunt statt blau“ gegen das sogenannte Komasaufen. „Ich glaube, da müssen wir noch sehr viel daran arbeiten, dass das deutlich wird.“Die Bundesdrogenbeauftragte unterstützt die Bemühungen von Verkehrsbetrieben, Alkoholkonsum in ihren Zügen und Bussen einzudämmen oder gar nicht mehr zuzulassen.

Der Hamburger Verkehrsverbund plant, ab 1. September das Trinken von Alkohol in Bussen und Bahnen zu verbieten und ab 1. Oktober bei Verstößen auch Strafen zu verhängen. „Es ist heute selbstverständlich, dass nicht mehr geraucht wird in Bahnen“, erklärte die Drogenbeauftragte. „Und deshalb ist es durchaus auch ein möglicher Weg für eine Verkehrsgesellschaft zu sagen: Bei uns soll nicht getrunken werden.“ Gewalttätigkeiten und Vandalismus in öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgten häufig nach starkem Alkoholgenuss.

Das vollständige Interview mit der Bundesdrogenbeauftragten zum Thema steht im Internet zur Verfügung unter www.facebook.com/dakonline. „Auch wir nutzen Faceboook und machen uns stark gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen“, sagt die Hamburger DAK-Chefin Regina Schulz. Am bundesweiten Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ gegen das Komasaufen hatten sich seit Februar 12.000 Schüler beteiligt.

Quelle: DAK

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