Digitalisierung und Medien / Nachhaltigkeit

Digitalisierung im Dienste der Nachhaltigkeit: Innovationen für Klimaschutz, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Sicherheit

Ein Geschäftsmann sitzt mit Laptop und Smartphone an einem Tisch. Verschiedene Symbole von Digitalisierung sind über dem Bild illustriert.
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Anlässlich des Safer Internet Day 2020 veranstalten das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und der Digitalverband Bitkom e.V. am 11. Februar eine Konferenz zum Thema „Digitalisierung im Dienste der Nachhaltigkeit: Innovationen für Klimaschutz, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Sicherheit“. Die Konferenz stellt unter anderem die Frage, wie die Digitalisierung dabei helfen kann, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen.

Digitalisierung zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele

„Ich freue mich, dass wir mit der diesjährigen Veranstaltung zum Safer Internet Day zwei zentrale Anliegen unserer Zeit – Nachhaltigkeit und Digitalisierung – innovativ verbunden haben. Wir müssen jetzt die Potenziale identifizieren, die die Digitalisierung zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele liefert und diese in effektive Handlungsstrategien überführen., so Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

„Dabei dürfen sich vor allem Sicherheit und Nachhaltigkeit von digitalen Produkten und Dienstleistungen nicht ausschließen, sondern müssen sich ergänzen. Smart-Phone, Smart-TV und Smart-Kühlschrank müssen langlebige Produkte sein – sie müssen für Verbraucherinnen und Verbraucher langfristig sicher, funktionstüchtig und damit auch attraktiv bleiben. Mit der kürzlich verabschiedeten EU-Warenkaufrichtlinie und der Richtlinie über die Bereitstellung digitaler Inhalte und digitaler Dienstleistungen sind wir diesem Ziel schon einen großen Schritt nähergekommen. Die Richtlinien sehen für den Verkauf von Waren mit digitalen Elementen und für Verträge über die Bereitstellung digitaler Inhalte künftig eine Updateverpflichtung vor – für dieses haben wir uns konsequent eingesetzt. Damit haben wir auch eine wichtige Voraussetzung für einen nachhaltigeren Konsum digitalbasierter Waren und Dienstleistungen geschaffen. Dieses begrüße ich sehr.“

Neben Ökologie gehört auch Sicherheit zur Nachhaltigkeit

Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer: „Wenn wir von Nachhaltigkeit sprechen, steht zumeist die Ökologie im Mittelpunkt. Sicherheit gehört zur Nachhaltigkeit aber unbedingt dazu. Das meint auch die große Mehrheit der Bundesbürger. Gerade in der digitalen Welt muss Sicherheit als Bestandteil von Nachhaltigkeit verstanden werden. Nur absolut sichere Geräte und Systeme, die zuverlässig arbeiten und gegen Angriffe von außen geschützt sind, können auch nachhaltig betrieben werden. Ein solches Sicherheitsversprechen müssen digitale Technologien geben und einlösen. Richtig eingesetzt, können digitale Technologien ganz wesentlich dazu beitragen, wirtschaftliche und ökologische Aspekte zusammenzuführen und ein ressourcenschonendes Wachstum ermöglichen. So wandern bislang physische Produkte in die App, Blockchain-Lösungen verkürzen Lieferketten und in der Landwirtschaft lassen sich heute schon zum Beispiel mit Smart Farming 80 Prozent Pestizide einsparen. Das alles vermeidet die Emission von Treibhausgasen und spart Ressourcen.“

Umfrage anlässlich des Safer Internet Day

Anlässlich des Safer Internet Day hat Bitkom in einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage die Verbrauchersicht auf das Verhältnis von Sicherheit und Nachhaltigkeit in der digitalen Welt untersucht. Demnach meinen 7 von 10 Bundesbürgern (69 Prozent), dass Sicherheitsaspekte zur Nachhaltigkeit dazugehören. Für 95 Prozent der Verbraucher spielen Sicherheitskriterien beim Kauf neuer technologischer Geräte eine wichtige Rolle. Umweltfreundlichkeit ist für 88 Prozent ein wichtiges Kaufkriterium. Insgesamt geben 6 von 10 Verbrauchern (60 Prozent) an, dass sie beim Kauf neuer technologischer Geräte Wert auf Nachhaltigkeit legen. Das bedeutet hingegen nicht, dass sie für ein Mehr an Nachhaltigkeit auch höhere Preise akzeptieren würden. Jeder Zweite (49 Prozent) sagt: Ich bin nicht bereit, für nachhaltige technologische Geräte mehr Geld auszugeben.

Verbraucher wünschen sich höheren Einsatz für Nachhaltigkeitsthemen

Insgesamt fehlt es vielen Verbrauchern nach wie vor an Transparenz, wenn es um die Nachhaltigkeit technologischer Geräte geht. Drei von vier (74 Prozent) fordern einheitliche Nachhaltigkeitskriterien. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) findet es schwierig, Informationen über Nachhaltigkeitsaspekte neuer technologischer Geräte zu finden. Von der Politik wünschen sich Verbraucher einen höheren Einsatz für Nachhaltigkeitsthemen. 87 Prozent meinen, die Entwicklung klimaschonender und umweltfreundlicher Produkte sollte von der Politik gefördert werden. Acht von zehn (81 Prozent) fordern allgemein mehr Unterstützung für Innovationen im Bereich Nachhaltigkeit. Und drei Viertel (75 Prozent) stimmen der Aussage zu, dass bei der Vergabe öffentlicher Aufträge Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden sollten.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Bundesbürger ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ.

Weiterführende Informationen

Safer Internet Day (SID)

Der Safer Internet Day (SID) ist ein von der Europäischen Union initiierter weltweiter Aktionstag für mehr Sicherheit im Internet. Seit 2004 findet er jährlich im Februar statt.

Die Ziele des SID sind:

  • die Sensibilität für das Thema "Sicheres Internet" zu fördern
  • Menschen aller Altersgruppen dazu zu bewegen, der Sicherheit im Internet mehr Aufmerksamkeit zu schenken
  • die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit auf das Thema "Sicheres Internet" zu lenken
  • ein aktives Wirken von Institutionen, Organisationen, Verbänden, Unternehmen, Initiativen, Schulen, Privatpersonen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene als Teil einer weltweiten Kampagne zu initiieren
  • über die internationale Kooperation im Rahmen des "Safer Internet Programme" der Europäischen Kommission zu informieren und dafür zu werben.

Weiterführende Informationen sind zu finden unter: www.saferinternet.de

Umfrage der Initiative „Digital für alle“

Die Initative „Digital für alle“ hat anlässlich des SID 2020  eine Umfrage durchgeführt, welche Ängste Bundesbürger mit der Digitalisierung verbinden, weiterführende Informationen hierzu sind auf dem Fachkräfteportal zu finden.

Quelle: Bitkom e.V. vom 11.02.2020

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