Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendarbeit

Die SchulKinoWochen Berlin feiern im November ihr 10-jähriges Jubiläum

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Bild: SchulKinoWochen Berlin

Die Startklappe der 10. Berliner SchulKinoWochen fällt mit der Verleihung des Drehbuchpreises KINDERTIGER am Freitag, den 8. November 2013. Das sich anschließende insgesamt zweiwöchige Programm soll Schülerinnen und Schüler von der Schulanfangsphase bis zum Abitur zur kompetenten Filmrezeption anleiten.

Zur besonderen Ehrung von Drehbuchautorinnen und -autoren wird der Drehbuchpreis KINDERTIGER seit 2008 gemeinsam von VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz und dem KiKa für das beste Drehbuch eines Kinderfilms vergeben, der bereits seinen Kinostart hatte. Der Preis ist von der Filmförderungsanstalt mit einem Preisgeld von bis zu 25.000 Euro dotiert. Ins diesjährige Rennen gehen die drei Nominees: DIE ABENTEUER DES HUCK FINN, OSTWIND und POMMES ESSEN. In Anwesenheit von KiKa-Moderator Juri Tetzlaff und weiterer geladener Gäste wird nach den Filmvorführungen der Gewinner von einer Kinderjury feierlich gekürt. Der Eintritt ist kostenlos.

Ein genrereiches Programm folgt in den anschließenden zwei Wochen

Auch im Jubiläumsjahr verwandelt das erfolgreichste Filmbildungsprojekt im Land mehr als 30 Berliner Lichtspielhäuser in Klassenzimmer. Das Spektrum der knapp 60 nach Lehrplanbezügen ausgewählten Filme reicht vom neuen deutschen Film über internationales Independent-Kino bis hin zu spektakulären Dokumentar-, fantasievollen Animationsfilmen, spannenden Adaptionen und wichtigen Klassikern. Das von VISION KINO ins Leben gerufene Angebot soll Schülerinnen und Schüler von der Schulanfangsphase bis zum Abitur zur kompetenten Filmrezeption anleiten, das Medium als Kunstform und das Kino als außerschulischen Lern- und Erfahrungsort real werden lassen. Das Berliner Projektbüro ist beim Kooperationspartner JugendKulturService angesiedelt.

Lehrerfortbildungen und kostenloses Begleitmaterial unterstützen die Vor- und Nachbereitung im Unterricht, zahlreiche Kinoseminare und Workshops mit Experten, Filmschaffenden und Medienpädagogen bieten zusätzlich eine direkte altersgerechte Aufarbeitung noch im Kinosaal. Schüler bezahlen 3 Euro Eintritt, für Lehrkräfte sind die Vorstellungen kostenlos. Darüber hinaus werden die Kinobesuche im Rahmen der SchulKinoWochen als Unterrichtszeit anerkannt.

Schwerpunkte: Inklusion, Menschenrechte, Nationalsozialismus und Rechtsextremismus

Ein gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung entwickelter inhaltlicher Schwerpunkt bildet die Reihe Nationalsozialismus und Rechtsextremismus im Film, in der u.a. aktuelle Produktionen wie LORE und KRIEGERIN und Klassiker wie DIE BRÜCKE neue Einblicke und Einsichten auf ein Thema bieten, das allein aus der großen historischen Verantwortung der deutschen Gesellschaft immer relevant bleiben wird und alternative Anknüpfungspunkte für den sozialwissenschaftlichen Unterricht bietet. Themenübergreifender Schwerpunkt ist in diesem Jahr sowohl inhaltlich auf der Leinwand als auch technisch-ästhetisch Inklusion, indem ausgewählte Filme für Hör- und Sehgeminderte in Fassungen mit Audiodeskription und erweiterten Untertiteln zur Verfügung stehen.

Erneut lädt die SchulKinoWoche in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte und ONE WORLD ein, sich in einem Filmprogramm mit Menschenrechten auseinanderzusetzen. Als Höhepunkt des Programms werden insgesamt acht Filme, die im Rahmen des Kinderrechte-Filmfestivals in Eigenregie der Kinder an Berliner Grundschulen entstehen, am 20. November 2013, dem Tag der Kinderrechte, auf der großen Leinwand präsentiert.

Schließlich wird wieder gemeinsam mit KUKI, dem internationalen Kurzfilmfestival für Kinder, das Doku-Kurzfilmprogramm Schau auf die Welt gezeigt, das ein Fenster zu anderen Kindern in allen Teilen der Erde öffnet. Außerdem tauchen Kurzfilme als Vorfilme zu ausgewählten Filmen im Programm auf.

Das vollständige Programm gibt es auf der Homepage der SchulKinoWochen Berlin im Internet: www.schulkinowochen-berlin.de

Hintergrundinformation

Die SchulKinoWochen Berlin sind ein Projekt von VISION KINO in Kooperation mit dem JugendKulturService, gefördert von der Medienboard Berlin Brandenburg und unterstützt von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. VISION KINO ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Sie wird unterstützt von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek, sowie der „Kino macht Schule“ GbR, bestehend aus dem Verband der Filmverleiher e.V., dem HDF Kino e.V., der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. und dem Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. Die Schirmherrschaft über VISION KINO hat Bundespräsident Joachim Gauck übernommen.

Quelle: JugendKulturService gGmbH vom 07.10.2013