Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendschutz

Deutscher Kinderschutzbund befürwortet den "Surf-Sitter" für das Internet

Der Bundesverband des Deutschen Kinderschutzbundes startet gemeinsam mit der Cybits AG eine Zusammenarbeit im Kampf gegen Gewalt, Pornografie, Rassismus und Abzocke von Kindern und Jugendlichen im Internet.

Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, freut sich über das Engagement der Firma Cybits: „Der „Surf-Sitter“ ist als technische Maßnahme eine gute Ergänzung der Medienerziehung in der Familie. So werden Familien im Umgang mit dem Internet unterstützt.“

Kinder und Jugendliche sollen selbständig Erfahrungen im Internet machen können, um einen kompetenten Umgang mit dem Medium zu lernen. Wichtig ist, dass sie dabei vor kinder- und jugendgefährdenden Seiten geschützt werden, die nicht immer offensichtlich erkennbar sind: Die Macher solcher Seiten werden immer findiger, und wer vermutet schon hinter „Ausbildung-Berufswahl-24.com“ eine Abzockseite?

„Im Internet verlieren auch versierte Nutzer schnell den Überblick, was kind-geeignete und ungeeignete Seiten sind. Der Surf-Sitter bietet deshalb täglich aktualisierte Listen, um nur altersgerechte Inhalte zugänglich zu machen. Dabei setzen wir vor allem auf bewährte Module wie die Whitelist fragFinn für Kinder bis 12 Jahre, aber auch das BPJM-Modul, mit dem indizierte und entwicklungsgefährdende Inhalte ausgesperrt werden. Das BPJM-Modul und unser Abzockschutz stehen auch den Erwachsenen zur Verfügung, die sich so präventiv vor unerwünschten Inhalten schützen können“, so Stefan Pattberg, CEO der Cybits AG.

Der „Surf-Sitter“ bietet fünf verschiedene Altersabstufungen. Jede Altersgruppe ist so adäquat geschützt und kann sich in ihrem Surfraum frei bewegen. Zusätzlich können Eltern über eine Zeitsteuerung auch festlegen, wann und wie lange ihre Kinder das Internet nutzen dürfen.

In den Kinderhäusern Blauer Elefant des Deutschen Kinderschutzbundes werden in einem ersten Schritt die „Surf-Sitter“ probeweise eingesetzt. Aber auch der beste technische Schutz ersetzt nicht die Verantwortung der Eltern. Daher fördert der Deutsche Kinderschutzbund das sichere und altersgerechte Surfen durch das Angebot der Kurse „Wege durch den Mediendschungel“¬© in denen Eltern gestärkt werden, den Medienumgang ihrer Kinder zu begleiten.

Quelle: Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.

 

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