Digitalisierung und Medien / Hilfen zur Erziehung

Deutscher Familienverband zum Safer Internet Day: Eltern brauchen Unterstützung im Internet

(Berlin / Kaiserslautern). Anlässlich des „Safer Internet Days“ am 9.2.2010 werden bundesweit Veranstaltungen zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet durchgeführt. Aus diesem Anlass mahnt der Deutsche Familienverband (DFV) Politik und Gesellschaft, Eltern bei diesem hochbrisanten Thema nicht im Stich zu lassen

„Solange der Jugendschutz im Internet in alleiniger Verantwortung der Eltern bleibt, müssen diese hierbei unterstützt werden“ fordert der Bundesgeschäftsführer des Verbandes Siegfried Stresing. Nutzerfreundliche Angebote, eine Auseinandersetzung mit dem System Internet und dessen entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalte, müssen gefördert werden. 

Vor zwei Wochen wurde bei einer Anhörung zur Änderung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages in Mainz die Sorge vieler Eltern über das massive kinder- und jugendgefährdende Angebot vorgetragen. Internetnutzer haben völlig unabhängig von ihrem Alter Zugang zu fast allen indizierten und verbotenen Inhalten. Doch die Bestrebungen, bei den Zugangsprovidern indizierte Telemedien herauszufiltern, sofern die Nutzer nicht ihre Volljährigkeit nachgewiesen haben, blieben erfolglos. Die Staatskanzleien und Jugendministerien der Länder setzen auf nutzerautonome Filter. 

Vorbildhaft wird nun in Kaiserslautern durch eine Kooperation mit der Stadt, den Schulen, Unternehmen und Organisationen das Pilotprojekt eines solchen Filters, mit dem Kindern und Jugendlichen ein sinnvoller und sicherer Umgang mit dem Medium Internet nahe gebracht wird, umgesetzt. Mit der „Initiative Medienkompetenz“ wird den Schulen kostenfrei die Kindersicherung „kinkon.de“ zur Verfügung gestellt, die den Familien ermöglicht, diese Lösung auch zu Hause kostenfrei zu nutzen. Mit diesem Pilotprojekt wird erstmalig die Brücke zwischen schulischem und familiärem Einsatz des PC realisiert. „Den Schulen und Familien wird kostenfrei ein effektives Werkzeug zum sicheren Surfen im Internet zur Verfügung gestellt“, lobt Siegfried Stresing die Initiative, von der er sich vor Ort überzeugte. „Wir hoffen, dass dieses Pilotprojekt in die gesamte Bundesrepublik ausstrahlt“ fügt er hinzu. Wer gesellschaftliche Verantwortung in diesem brisanten Bereich des Jugendschutzes nicht übernimmt, sondern sie ausschließlich den Eltern überlässt, muss zumindest dazu beitragen, solche vorbildlichen Wege in die Fläche bringen.

Weitere Informationen unter: www.kinkon.de

Quelle: Deutscher Familienverband (DFV)

 

Info-Pool