Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendpolitik

Deutscher Bundesjugendring fordert eine innovative Digitalpolitik

Eine Gruppe Jugendlicher, die alle auf ihre Tablets schauen
Bild: rawpixel.com

Vor dem Hintergrund der laufenden Koalitionsverhandlungen fordert der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) von der neuen Bundesregierung eine deutlich innovativere Digitalpolitik. Dabei geht es um Offenes WLAN, Datenschutz und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Insgesamt seien die sozialen und kulturellen Aspekte der Digitalisierung zu diskutieren und zu verhandeln. Digitalpolitik ist mehr aus technischer Ausbau und Wirtschaftsfaktor, sagt die stellvertretende Vorsitzende Daniela Broda.

„Digitalisierung ist mehr als technischer Ausbau und Wirtschaftsfaktor. Wir müssen die sozialen und kulturellen Aspekte der Digitalisierung, die Veränderung des Miteinanders, den Einfluss auf den Alltag und die Teilhabe an Gesellschaft diskutieren und verhandeln“, sagt unsere stellvertretende Vorsitzende Daniela Broda in den Koalitionsverhandlungen.

Junge Menschen erwarten eine innovative Digitalpolitik

Junge Menschen – und nicht nur die - erwarten von einer neuen Bundesregierung eine innovativere Digitalpolitik als von der alten. Der Breitbandausbau ist wichtig, die Netzneutralität soll gewahrt werden. Aus unsere Sicht reicht das aber nicht: „Offenes WLAN muss Standard sein und dieser Standard sinnvoll geregelt werden. Mit der Abschaffung der Störerhaftung ist es nicht getan“, sagt Daniela Broda.

Datenschutz muss ein Maximum an Selbstbestimmung sichern 

Wichtig für junge Menschen ist, dass Gesetze und Verordnungen zum Datenschutz ein Maximum an Selbstbestimmung sichern. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung gehört zu den garantierten Grundrechten. „Im digitalen Zeitalter, in dem unvorstellbar viele Daten in der Welt verteilt auf Servern gespeichert sind und durch Algorithmen der Datenwirtschaft oder des Staates ausgewertet werden, läuft dieses Recht praktisch leer“, kritisiert Daniela Broda.

Widerbelebung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung 

Eine Lösung: „Wir brauchen eine Wiederbelebung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung: Verbindlicher, gerechte und soziale Rahmenbedingen für die Nutzung persönlicher und öffentlicher Daten, die rechtlich klar und durchsetzbar sind – über nationale Grenzen hinweg.“ Digitale Massenüberwachung, Eindringen in private Digitalräume und intransparente Algorithmen sind ein Problem. Verständliche Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärungen sowie datensparsame Grundeinstellung jedes Systems schon mal eine Lösung.

Digitalisierung prägt das Leben 

„Digitalisierung prägt und verändert Familienleben, Jugendarbeit, Jugendverbände, Schule, Ausbildung sowie das lokale und weitere Umfeld junger Menschen. Die Digitalisierung der Jugendarbeit kann die Bundesregierung mit einem Förderprogramm flankieren“, fordert Daniela Broda.

Quelle: Deutscher Bundesjugendring 

Info-Pool