Digitalisierung und Medien / Sozialpolitik

Denkimpulse zu Digitaler Ethik: Umgang mit Künstlicher Intelligenz

Zwei Köpfe hinter Computerplatinen
Bild: geralt, pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und die damit einhergehende Automatisierung bedeuten tiefgreifende Änderungen für alle Lebensbereiche. Wie kann die Gesellschaft ethische Grundvorstellungen in diese digitalisierte Welt übersetzen? Die neuen Denkimpulse der Initiative D21 zeigen wichtige Fragen auf und regen zu Diskussionen an.

Die Initiative D21 veröffentlichte heute gemeinsam mit Microsoft Deutschland drei neue Papiere im Rahmen der 2017 gestartete Dialogreihe „Denkimpulse zur Digitalen Ethik“. Diese erläutern verschiedene Aspekte der digitalen Transformation und öffnen den Diskussionsraum für Fragestellungen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in den Bereichen Medizin, Wirtschaft und Verwaltung.

Impulse für gesellschaftliche Fragestellungen

Der zunehmende Einsatz von KI in verschiedenen Bereichen des Zusammenlebens eröffnet Fragen der Ethik, die Nutzung und Konsequenzen technologischen Fortschritts betreffen:

  • Wird es Bereiche geben, in denen Maschinen eigenständige Entscheidungen fällen dürfen, wenn ja, nach welchen Kriterien?
  • Wie werden Mensch-Maschine-Interaktion und Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt verändern und welchen Wert hat menschliche Arbeit?
  • Wie ordnen wir das Spannungsverhältnis zwischen besseren medizinischen Erkenntnissen für die Gesamtheit gegenüber dem individuellen Datenschutz von Privatpersonen ein?
  • Wie ist es zu beurteilen, dass Maschinen medizinische Diagnosen treffen und wie beeinflusst das Entscheidungen von ÄrztInnen?

Negative Auswirkungen verhindern

„Künstliche Intelligenz wird unser Zusammenleben verändern, das steht außer Frage. Für unsere Gesellschaft gilt es, die positiven Entwicklungen zu begrüßen und dabei negative Auswirkungen zu verhindern“, so Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21: „Dafür fehlen uns aktuell noch die notwendigen Leitplanken, mit denen wir neue technologische Entwicklungen in Einklang mit unserem Wertesystem in der digitalisierten Welt bringen können. Diese gilt es nun zu entwickeln.“

Auseinandersetzung mit Werten und Ethik notwendig

Thomas Langkabel, National Technology Officer von Microsoft Deutschland und Vorstand bei der Initiative D21 ergänzt: „KI bietet uns große Unterstützung durch bessere Wahrnehmung, schnellere Reaktionsfähigkeit und Erkenntnisgewinne. Das zwingt uns aber auch zu einer neuen Auseinandersetzung mit Werten und Ethik bei Fragestellungen, vor denen wir uns in der Vergangenheit oft wegducken konnten. Es ist Zeit, dass wir die nötigen gesellschaftlichen Diskussionen dazu führen.“

Die D21-Denkimpulse stehen zum Download bereit:

Über die Arbeitsgruppe Ethik

Ziel der Arbeitsgruppe der Initiative D21 ist es, ethische Grundvorstellungen in die digitalisierte Welt zu übersetzen und somit durch sachliche und konstruktive Bewertung zur Orientierung beizutragen. Die Arbeitsgruppe setzt sich zusammen aus einem interdisziplinären Kreis digitalaffiner Akteure aus der Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Netzpolitik und Ministerien/Verwaltungen. Die Arbeitsgruppe besteht seit 2017.

Quelle: Initiative D21 e.V. vom 08.02.2018

Info-Pool