Digitalisierung und Medien

Computerspielepreis wechselt ins Bundeskanzleramt – Deutscher Kulturrat begrüßt die Entscheidung

Junge mit Kopfhörern sitzt vor einem Bildschirm und spielt ein Computerspiel
Bild: Tomasz Mikolajczyk, CCO

Der Deutsche Computerspielepreis wurde am 10. April zum zehnten Mal in München verliehen, mit insgesamt 560.000 Euro in 14 Kategorien. Die Verantwortung für den Computerspielepreis ist nun aus dem Verkehrsministerium in das Bundeskanzleramt zur Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär, MdB, gewechselt.

Die Computerspiele sind erwachsen geworden. Die Bundeskanzlerin eröffnete wie selbstverständlich die gamescom 2017 in Köln. Die Debatten in den Medien über die Wirkungen von Computerspielen sind deutlich differenzierter geworden. Umstritten ist auch nicht mehr, dass Computerspiele Kulturgüter sind. Wie der Film, das Buch, die Musik sind die Computerspiele ein Teil der kulturellen Familie. Politisch ist auch die Computerspieleförderung nicht mehr umstritten. Ja, auch dieser Kulturwirtschaftsbereich braucht, wie die anderen Kulturbereiche auch, Anerkennung und Förderungen.

Die vor kurzem abgeschlossene Fusion der beiden Branchenverbände BIU und GAME ist auch ein Zeichen der Reife und wird den politischen Einfluss der Branche noch einmal deutlich stärken.

Und auch der Computerspielepreis ist erwachsen geworden. Eine strenge Geschäftsordnung regelt jetzt die Preisvergabe, damit immer und zu jeder Zeit klar ist, dass bei der Arbeit der Jury alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Und jetzt ist auch klar: die Verantwortung für den Computerspielepreis wechselt aus dem Verkehrsministerium in das Bundeskanzleramt zur Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär, MdB.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates und Vorsitzende der Jury des Deutschen Computerspielepreis, Olaf Zimmermann, sagte: „Computerspiele sind erwachsen geworden. Die erfolgreiche zehnte Verleihung des Computerspielepreises in München hat das einmal mehr deutlich gemacht. Nun ist auch in der Bundesregierung die Verantwortung für den Preis neu geklärt worden. Im Bundeskanzleramt bei der Staatsministerin für Digitales Dorothee Bär wird der Preis in gemeinsamer Trägerschaft mit dem Branchenverband game ausgerichtet. Eine gute Entscheidung.“

Quelle: Deutscher Kulturrat e.V. vom 11.04.2018