Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendarbeit

BW: Medienscouts präsentieren Facebook-Check und QR-Code-Rallye

Zwei Mädchen lachend mit Smartphone
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Pionierarbeit mit Nachhaltigkeitsfaktor – Zum Abschluss des gemeinsamen Projekts von Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg und Aktion Jugendschutz (ajs) haben jugendliche Medienscouts in Stuttgart ihre medienpädagogischen Projekte präsentiert. Im Rahmen des Projekts wurden insgesamt 170 Medienscouts und 330 Fachkräfte qualifiziert.

Das Projekt richtete sich an Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung und umfasste die Schulungen jugendlicher Medienscouts – sie werden als Expert(inn)en ihrer digitalen Lebenswelt von Gleichaltrigen besonders ernst genommen – und die medienpädagogische Qualifikation der Fachkräfte, die die Medienscouts unterstützen und schulen. So ist es gelungen, in neun Einrichtungen, verteilt in ganz Baden-Württemberg, 170 Medienscouts und 330 Fachkräfte nachhaltig zu qualifizieren.

Medienkompetenz sichert gesellschaftliche Teilhabe

In manchen Einrichtungen sind die Medienscouts der ersten Stunde selbst an den Schulungen für ihre zukünftigen Scout-Kollegen beteiligt. In anderen haben die Jugendlichen sich für einen freien WLAN-Zugang eingesetzt und dafür die Nutzungsregeln entwickelt. „Sie alle haben durch ihr Mitwirken an unserem Angebot ein kleines Stück medienpädagogische Pionierarbeit geleistet“, betonte Marion v. Wartenberg, Vorsitzende der Aktion Jugendschutz. Leider sei es immer noch nicht selbstverständlich, dass in Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung medienpädagogisch gearbeitet wird und die dort betreuten Heranwachsenden zeitgemäße Zugangsmöglichkeiten zu digitalen Medien haben. „Dies ist jedoch unerlässlich, um einer zunehmenden digitalen Ungleichheit entgegen zu wirken.“, so v. Wartenberg.

Orientierung an der Lebenswirklichkeit

„Ziel unserer medienpädagogischen Projekte ist es, orientiert an der Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen eine Basis für gesellschaftliche Teilhabe zu legen, die sich anschließend selbst trägt und fortentwickelt. Eine Herausforderung ist dabei, Strukturen für medienpädagogische Arbeit zu schaffen und das Thema Medien dauerhaft in den Erziehungsalltag zu integrieren“, so Dr. Wolfgang Kreißig, Präsident der LFK. „Daher freut es uns besonders, dass alle Einrichtungen, die Teil dieses Projekts waren, Medienpädagogik nun als selbstverständlichen Teil ihrer Arbeit begreifen und entsprechend fortführen.“ Die ajs unterstützt diese und weitere Einrichtungen über den Projektzeitraum hinaus mit ihrer Expertise.

Über die Aktion Jugendschutz (ajs)

Die Aktion Jugendschutz (ajs) ist die landesweit tätige Fachstelle für den Kinder- und Jugendschutz in Baden-Württemberg. Sie setzt sich für die Stärkung, den Schutz und die Rechte von Heranwachsenden ein. Jugendmedienschutz und Medienpädagogik sind ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Die Angebote der ajs richten sich an pädagogische Fachkräfte in Jugendhilfe und Schule, Eltern, Ausbildungsinstitute, Politik und Verwaltung.

Über die Landesanstalt für Kommunikation (LFK)

Die LFK ist die Medienanstalt für Baden-Württemberg. Sie lizenziert und beaufsichtigt den privaten Rundfunk, weist Übertragungskapazitäten zu und entwickelt und fördert eine vielfältige Medienlandschaft. Sie ist außerdem zuständig für den Jugendmedienschutz und die Vermittlung von Medienkompetenz. Hierzu engagiert sie sich in zahlreichen Projekten im Land und bietet Ausund Fortbildungsmaßnahmen an.

Quelle: Landesanstalt für Kommunikation des Landes Baden-Württemberg vom 03.07.2019

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