Digitalisierung und Medien / Im Fokus

Beirat der Stiftung Digitale Spielekultur begrüßt Stellungnahme der Politik zum Ausbau der Stiftung im Koalitionsvertrag

Am 12. Dezember 2013 tagte zum zweiten Mal der Beirat der Stiftung Digitale Spielekultur. Das unabhängige Gremium, das mit Vertretern von vierzehn Institutionen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Bildung, Kultur und Wissenschaft besetzt ist, informierte sich über die Arbeit der Stiftung und diskutierte Projekte und Ziele für 2014.

Die Geschäftsstelle der Stiftung freut sich über die Unterstützung der Koalitionsfraktionen, die sich in der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU/CSU und SPD zur Bedeutung digitaler Spiele in unserer Gesellschaft, zum gewünschten Ausbau der Stiftung sowie zur Weiterentwicklung des Deutschen Computerspielpreises ausdrückt:

„Digitale Spiele prägen den Alltag vieler, insbesondere jüngerer Menschen in unserem Land. Wir erkennen die Vielfalt hochwertiger Angebote, insbesondere pädagogisch wertvoller Computerspiele, sowie die große kreative Leistung und hohe technische Kompetenz der Spieleentwickler an. Dies wollen wir weiter fördern, beispielsweise mit dem Deutschen Computerspielpreis. Diesen wollen wir zeitgemäß weiterentwickeln. Die gemeinsam durch den Deutschen Bundestag, die Bundesregierung und die Computerspielewirtschaft initiierte und mittlerweile gegründete Stiftung Digitale Spielekultur soll gemeinsam mit den Marktteilnehmern weiter ausgebaut werden, um in den Schwerpunkten Wirtschaft und Ausbildung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur sowie Forschung und Wissenschaft neue Impulse setzen zu können. Wir wollen zudem das digitale Spiel für nachfolgende Generationen erhalten. Es gilt, geeignete Archivierungsmöglichkeiten zu prüfen.“

Die Beiratsvorsitzende Dr. Monika Griefahn erklärte: „Computerspiele spielen in Deutschland sowohl wirtschaftlich als auch kulturell eine wichtige Rolle, die stetig wächst. Es freut uns sehr, dass CDU/CSU und SPD diese Bedeutung digitaler Spiele in unserer Gesellschaft anerkennt. Mit der Aufforderung, die Stiftung Digitale Spielekultur von Seiten der Wirtschaft und der Politik zu fördern und auszubauen, würdigen die künftigen Regierungsparteien außerdem die bisherige Arbeit der Stiftung.“

Auch das größte Projekt der Stiftung, die Ausrichtung des jährlich verliehenen Deutschen Computerspielpreises, soll laut Koalitionsvertrag weiter gefördert und entwickelt werden. Dazu Peter Tscherne, Geschäftsführer der Stiftung: „Wir befürworten die Bestrebungen der neuen Koalition, den Computerspielpreis zeitgemäß zu gestalten und so die Relevanz des Preises in Wirtschaft und Gesellschaft zu steigern. Wir hoffen, dass wir 2014 auch bei unseren anderen Projekten auf Unterstützung der Bundesregierung und der Länder bauen können.“

Über die Stiftung Digitale Spielekultur:

Die Anregung zur Gründung der Stiftung Digitale Spielekultur geht auf den Beschluss des Deutschen Bundestages „Wertvolle Computerspiele fördern, Medienkompetenz stärken“ (BT-Drs. 16/7116) zurück. Die Stiftung ist eine gemeinsame Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der beiden Verbände der Computerspielewirtschaft BIU und G.A.M.E. Ziel der Stiftung ist es, die Akzeptanz und Relevanz von digitalen Spielen in der Gesellschaft zu steigern. Zu diesem Zweck initiiert, unterstützt und fördert sie Projekte aus den vier Bereichen Wirtschaft und Ausbildung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur sowie Forschung und Wissenschaft. Das größte Projekt der Stiftung ist der mit insgesamt 385.000 Euro dotierte Deutsche Computerspielpreis. Die Stiftung leitet das Awardbüro und koordiniert die Ausrichtung der Preisverleihung.

Quelle: Stiftung Digitale Spielekultur vom 17.12.2013