Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendpolitik

An Lebensrealitäten junger Menschen orientieren – BDKJ verabschiedet digitalpolitisches Grundsatzpapier

Fünf Jugendliche sitzen nebeneinander im Gras und sind auf ihr Smartphone konzentriert
Bild: lev dolgachov

Auf seiner Hauptversammlung verabschiedet der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ein Grundsatzpapier zum Thema Digitalisierung. Zwei Jahre lang hatte eine Arbeitsgemeinschaft das Papier „Teilhabe, Lebenswelt und Digitale Mündigkeit – unsere digitalpolitischen Grundhaltungen“ entwickelt. Der Beschluss drückt die Haltung des BDKJ zu digitalen Lebenswelten junger Menschen aus und zeigt erste Handlungsoptionen für Jugendverbände und Jugendorganisationen auf.

„Als Sprachrohr und Anwälte von jungen Menschen sehen wir uns in der Pflicht, die Sichtweise und Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die digitalpolitische Debatte einzubringen“, erklärt Bundesvorsitzende Katharina Norpoth. Die digitalpolitische Ausrichtung des BDKJ wird daher besonderen Wert darauf legen, Teilhabe zu ermöglichen, die Lebenswirklichkeit von jungen Menschen ernst zu nehmen und sie in ihrer digitalen Mündigkeit zu unterstützen, so Norpoth.

Entwicklung der Digitalisierung kritisch begleiten

Die Entwicklung der Digitalisierung kritisch zu begleiten bedeutet für den BDKJ nicht, sie abzulehnen, sondern gemeinwohlorientierte Maßstäbe an sie anzulegen und sie so mitzugestalten, als prägenden Bestandteil in der Lebenswelt junger Menschen anzuerkennen und dies in der Weiterentwicklung der Positionen des BDKJ überall mit zu bedenken, heißt es in dem Beschluss, der sich mit Fragen des Datenschutzes, der digitalen Mündigkeit junger Menschen sowie der Medienkompetenz und Teilhabegerechtigkeit befasst.
 
„Junge Menschen bewegen sich selbstverständlich in digitalen Räumen. In ganz unterschiedlichen Bereichen werden uns durch Digitalisierung Perspektiven eröffnet“, erklärt Norpoth.

Sicher und reflektiert im digitalen Raum bewegen

Besonders wichtig ist dem BDKJ, dass neue Möglichkeiten nicht nur den technisch Versierten offenstehen und dadurch Personenkreise ausgeschlossen werden. Zudem sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die jungen Menschen helfen, sich mit Medien und Informationen kritisch auseinanderzusetzen, Medien frei und kreativ zu gestalten, selbst- und eigenverantwortlich mit Inhalten umzugehen und sich reflektiert und sicher im digitalen Raum zu bewegen.
 
Als höchstes demokratisches Gremium trifft die BDKJ-Hauptversammlung grundlegende Entscheidungen für die Interessenvertretung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dabei vertreten rund 100 Delegierte die 660.000 Mitglieder in den 17 katholischen Jugendverbänden und 26 Diözesanverbänden.

Weitere Informationen unter: www.bdkj.de

Quelle: Bund der Deutschen Katholischen Jugend vom 06.05.2018

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