Digitalisierung und Medien / Kinder- und Jugendschutz

AGJ-Mitglieder auf dem 15. DJHT: BAJ

Ein Junge benutzt einen Laptop.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) wird vom 03.-05.06.14 auf dem 15. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (15. DJHT) ausstellen und am 04.06. ein Fachforum auf dem 15. DJHT gestalten, das sich mit den Chancen und Risiken des Aufwachsens mit Medien beschäftigt.

Auf der Fachmesse „Markt der Kinder- und Jugendhilfe“ werden sich zahlreiche Aussteller vorstellen. Träger der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe präsentieren sich mit ihren Ständen. In Messeforen geben sie Einblick in ihre Leistungen, Ideen und Projekte. Alle Interessierten sind eingeladen, die große Vielfalt in den Messehallen mitzuerleben, sich informieren und inspirieren zu lassen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) wird als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendhilfe auf der Fachmesse ausstellen und lädt zum Fachforum am 04.06.14 ein.

Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz - der Verein

Der Kinder- und Jugendschutz in Deutschland basiert auf drei Säulen, die die Grundlage der Arbeit der BAJ bilden. Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz bezieht sich als Querschnittsaufgabe auf alle Felder der Kinder- und Jugendhilfe und hat seine gesetzliche Grundlage im § 14 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes –SGB VIII. Kindern und Jugendlichen, ihren Eltern und anderen Erziehungspersonen sollen Angebote gemacht werden, um diese zu befähigen, gefährdende Einflüsse zu minimieren.

Der strukturelle Kinder- und Jugendschutz umfasst Bemühungen, die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen so zu gestalten, dass Gefährdungen reduziert und anregende Umwelten geschaffen werden.
Der ordnungsrechtlich-kontrollierende Kinder- und Jugendschutz soll junge Menschen in der Öffentlichkeit vor ihre Entwicklung beeinträchtigenden oder gefährdenden Einflüssen schützen. Er richtet sich prinzipiell nicht direkt an Kinder und Jugendliche. Die Zielgruppe des Jugendschutzgesetzes sind vielmehr Veranstalter, Anbieter, Gewerbetreibende die Kindern oder Jugendlichen verbotenerweise Zugang zu den entsprechenden Angeboten und Produkten ermöglichen.

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis - die Zeitschrift

Die Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) wird bereits seit 1955 von der BAJ herausgegeben. Sie ist die derzeit einzige bundesweit erscheinende wissenschaftlich ausgerichtete Fachzeitschrift zum Kinder- und Jugendschutz. Zu den Zielgruppen gehören Fachkräfte der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe in Jugendämtern und Fachinstitutionen, Studierende und Lehrende an Fach- und Hochschulen sowie politische Mandatsträger/-innen auf Landes- und Bundesebene. Ein Wissenschaftlicher Beirat aus Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen berät Redaktion und Herausgeber.
Unter www.kjug-zeitschrift.de kann nach Titel, Autor/-innen und Schlagworten recherchiert werden. Einzelne Beiträge können eingesehen und heruntergeladen werden. Mit dem Angebot bietet die BAJ einen Überblick über das gesamte Themenspektrum des Kinder- und Jugendschutzes.

Grenzenlos und schrankenlos? - das Fachforum

Überrollt die mediale Gesellschaft die Jugendhilfe und den Jugendschutz? - Fachforum am 4. Juni von 12.30 Uhr bis 14.00 Uhr

Im 14. Kinder- und Jugendbericht nimmt der Themenbereich Medien und Jugendhilfe zum ersten Mal einen bedeutenderen Raum ein, dieses vor dem Hintergrund, das die Medien die Jugendphase und die Enkulturation von Kindern und Jugendlichen gewaltig verändert haben und weiterhin verändern. Der Jugendbericht stellt die Teilhabechancen, die digitale Ungleichheit und das Verhältnis von "öffentlich" und "privat" in den Fokus. Die Kinder- und Jugendhilfe muss nachdenken, ob und wie diese Entwicklungen sie selbst verändern. Angesichts der Bildungs- und Teilhabebedeutsamkeit von Medien ergeben sich auch Herausforderungen für die Kinder- und Jugendpolitik.
Die Veranstaltung wird sich schwerpunktmäßig mit den Chancen und Risiken des Aufwachsens mit Medien und den Veränderungsbedarfen in der Jugendhilfe und dem Jugendschutz befassen.

Referentinnen: Prof.‘in Dr. Nadia Kutscher, Universität Vechta, Mitglied der Sachverständigenkommission des 14. Kinder- und Jugendberichts / Prof.‘in Dr. Helga Theunert, Universität Leipzig, Mitglied im Bundesjugendkuratorium von 2010 bis 2013

Weitere Informationen zum Aussteller: www.bag-jugendschutz.de

Weitere Informationen zum 15. DJHT: www.jugendhilfeportal.de/djht oder www.jugendhilfetag.de

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