Digitalisierung und Medien / Jugendforschung

Medienpädagogischer Küchentalk: „Zwischen Memes und Protest: Pubertät oder vom Suchen und Finden der eigenen politischen Haltung“

Eine Gruppe von Schülern sitzt auf einer Treppe und die Teenager halten lächelnd bunte Sprechblasen hoch.
Bild: © Sergey Novikov - fotolia.com

Wie politisch ist unsere Jugend und wie muss Medienpädagogik sein, um ein geeignetes Partizipationsklima für Heranwachsende zu schaffen? Mit diesen Fragen setzt sich der 5. Medienpädagogische Küchentalk am 5. Juni 2019 im Museum für Kommunikation in Berlin auseinander. Veranstaltet wird das Format von der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK) und der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM).

Es bewegt sich etwas, jugendliche Stimmen werden lauter! Sie stellen Forderungen, kritisieren die Alten und Etablierten, werfen der Gesellschaft vor, zu lange zu wenig getan zu haben oder Offensichtliches nicht erkennen zu wollen. Jugendliche twittern #changetheworld oder tragen Shirts mit „Kein Meme ist illegal“.

Wie politisch ist die Jugend?

Vor dem Hintergrund der vielen engagierten jungen Menschen, die in diesem Jahr öffentlich gegen den Artikel 13, nun Artikel 17, und für ihre Jugendkultur demonstriert haben oder sich jeden Freitag für den Klimaschutz stark machen, stellen die GMK und die FSM beim 5. Medienpädagogischen Küchentalk folgende Fragen:

  • Wie politisch ist die aktuelle Jugend(-kultur)?
  • Welche politischen Haltungen hat sie?
  • Inwiefern hat sich das Bild auf / von Jugend verändert?
  • Welche Rolle spielen Medien und Kommunikationskulturen in diesem Feld?
  • Wie findet Meinungs- und Willensbildung in digitalen Räumen statt?
  • Und: Wer ist eigentlich pubertär im digitalen Raum? Sind es Jugendliche mit ihrem Willen der Gestaltung und Veränderung oder ist es die Erwachsenenwelt, die für Phänomene wie Hate Speech oder Desinformation verantwortlich ist und somit auch jugendliche Partizipation verhindert?

Rolle der Medienpädagogik

Außerdem soll beleuchtet werden, warum die Medienpädagogik in diesem Feld bislang eher zurückhaltend ist. Welche Rolle sollte ihr dabei zukommen? Welche Unterstützung für ihr (digitales) politisches Engagement brauchen junge Menschen wirklich? Und nicht zuletzt: Wie politisch muss Medienpädagogik selbst sein, um ein geeignetes Partizipationsklima für Heranwachsende zu schaffen? Und wo sollte Zivilgesellschaft Jugendlichen Freiheiten lassen? Was können wir aber auch voneinander lernen? Und wie können wir vielleicht gemeinsam diejenigen stärken, die Unterstützung brauchen – um gesellschaftliche Teilhabe für alle zu ermöglichen.

Programm

Am 5. Juni um 19 Uhr diskutieren:

  • Lilly Oesterreich (politik digital e.V.)
  • Franziska Hoferer (BDKJ - Bund der Deutschen Katholische Jugend Speyer)
  • André Nagel (Bundeszentrale für politische Bildung)
  • Christopher Lawniczak (Junge Union Berlin) (angefragt)

Moderiert wird die Veranstaltung von Kristin Narr (GMK e.V.) und Björn Schreiber (FSM e.V.)

Format Medienpädagogischer Küchentalk

Die besten Gespräche finden in der Küche statt. In offener kommunikativer Atmosphäre werden hier in geselliger Runde Themen besprochen, die das alltägliche Leben bestimmen. Jeder ist hier gleichberechtigt – egal, welche Position, welches Alter oder welche Haltung.  

Genau diese lockere Atmosphäre möchten GMK und FSM nutzen, um spannende Herausforderungen und aktuelle Fragen von Medienbildung, Politik und digitaler Gesellschaft zu diskutieren. Mit dabei sind interessante Gäste, kontroverse Meinungen, kritische Moderator(inn)en und die Möglichkeit für das Publikum vor Ort und im Livestream, sich aktiv mit ihren Fragen und Beiträgen zu Wort zu melden. Jede/r hat einen Platz mit seinen Fragen, kritischen Anmerkungen und Haltungen am Küchentisch.

Veranstaltungsinfos und Anmeldung

Veranstaltungstag: Mittwoch, 05.06.2019
Wo: Museum für Kommunikation Berlin | Leipziger Straße 16 | 10117 Berlin
Diskussion & Get together bei Getränken und Snacks ab 20:30 Uhr

Um eine Anmeldung für die Veranstaltung unter kuechentalk@DontReadMegmk-net.de wird gebeten.

Im Vorfeld zur Diskussion ab 19 Uhr besteht die Möglichkeit, an einer Expressführung (18.15 Uhr) durch die Ausstellung „Zeich(n)en der Zeit. Comic-Journalismus weltweit“ im Museum für Kommunikation Berlin teilzunehmen.

Der medienpädagogische Küchentalk ist eine gemeinsame Veranstaltung der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK) und der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM). Der Medienpädagogische Küchentalk #5: „Zwischen Memes und Protest: Pubertät oder vom Suchen und Finden der eigenen politischen Haltung“ findet in Kooperation mit dem Museum für Kommunikation Berlin statt.

Quelle: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK)

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