Digitalisierung und Medien / Ganztagsbildung

40 gute Beispiele digitaler Bildung an Ganztagsschulen

Sechs Kinder im Grundschulalter, unterschiedlicher Herkunft, stehen mit Tablets in den Händen in der Schule und lachen.
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Zwei Schuljahre nach dem Start des Programms „bildung.digital“ blicken die ARAG SE und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) auf 40 erfolgreich umgesetzte Projektvorhaben digitaler Bildung an Schulen zurück. Seit 2017 haben 40 Ganztagsschulen im Rahmen von „bildung.digital – Netzwerk ganztägig bilden“ Konzepte digitaler Bildung entwickelt und verankert und erhielten dabei Unterstützung in vier länderübergreifenden schulischen Netzwerken.

So setzt die Dr.-Mehler-Schule Georgensgmünd in Bayern nun iPads für das individualisierte Lernen, Üben, Recherchieren und Präsentieren im Unterricht einer Ganztagsklasse ein. Die Grundschule bietet ihren Schülerinnen und Schülern so Lern- und Übungsmöglichkeiten an, die an ihren jeweiligen Leistungsstand angepasst sind. An der Bardoschule Fulda in Hessen werden Schülerinnen und Schüler im Projekt #seiSmart zu Medienscouts ausgebildet. Sie können jüngere Klassen im Peer-to-Peer-Ansatz zu relevanten Medienthemen schulen und ihr Wissen auch auf Elternabenden und in Erklärvideos weitergeben.

Schulen in ganz Deutschland stehen vor den Herausforderungen des digitalen Wandels. Um Kindern und Jugendlichen zeitgemäße Bildung zu ermöglichen, benötigen sie zeitgemäße pädagogische und didaktische Konzepte – auch mit Blick auf die KMK-Strategie zur Bildung in der digitalen Welt sowie den DigitalPakt Schule. Das Programm „bildung.digital“ unterstützt Schulen dabei, Konzepte der digitalen Bildung an ihren Schulen zu entwickeln und zu verankern.

Projektschulen profitieren vom Netzwerk

Klaus Heiermann, Vorstandsmitglied ARAG Holding SE: „Das Konzept von bildung.digital überzeugt. Die Projektschulen sind beim Epochenthema Digitalisierung nicht mehr auf sich alleine gestellt. Sie profitieren vom Netzwerk mit den anderen Schulen und von der profunden Expertise der DKJS. Wir freuen uns daher, dass wir bildung.digital gemeinsam mit der DKJS fortsetzen werden und nun weitere Schulen in die Programmarbeit miteinbezogen werden können.“

Frank Hinte, Geschäftsführer der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung: „Im Rahmen von bildung.digital haben wir Schulen, die durch richtungsweisende pädagogische Konzepte gute Praxisbeispiele digitaler Bildung geschaffen haben, zwei Jahre begleitet.  Von den gemachten Erfahrungen in diesen Schulentwicklungsprozessen können Schulen deutschlandweit lernen. Die Ergebnisse dieser Prozesse machen Mut und Lust, die Möglichkeiten des digitalen Wandels beim Lehren und Lernen zu nutzen. Gemeinsam mit der ARAG SE möchten wir deshalb auch im kommenden Jahr weiteren Schulen ermöglichen an bildung.digital teilzunehmen.“

40 Schulen setzten ihre Projektvorhaben von 2017 bis 2019 um

In Kooperation mit der ARAG SE und den Bundesländern Berlin, Bayern, Hamburg, Hessen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein betreut die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung seit 2017 in vier länderübergreifenden schulischen Netzwerken 40 Ganztagsschulen. Die Netzwerke bieten den teilnehmenden Schulteams Anregungen, fachlichen Austausch und systematische Reflexion der eigenen Praxis sowohl im Schulteam als auch im Austausch mit anderen Schulen. Das in zwei Schuljahren gesammelte Wissen und die Erfahrungen müssen nun durch die Schulen in ihre Bundesländer eingebracht werden. Dabei werden sie durch die Serviceagenturen „Ganztägig lernen“ unterstützt.

„bildung.digital“ wird 2020 mit neuen Schulen fortgesetzt. Interessierte Bundesländer können sich für die neue Phase jetzt an die DKJS wenden.

Erfahrungsaustausch bei der Fachveranstaltung

Bei der Fachveranstaltung zum feierlichen Abschluss der Netzwerke am 18. September 2019 in Düsseldorf diskutierten Klaus Heiermann, Vorstand  der ARAG Holding SE, und Frank Hinte, Geschäftsführer der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, zur Bedeutung schulischer Entwicklungsnetzwerke wie „bildung.digital – Netzwerk ganztägig bilden“ für die Entwicklung digitaler Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern und die digitale Transformation von Schulen. Susanne Wagner, Schulleiterin der „bildung.digital“-Netzwerkschule Rothestrasse in Hamburg, berichtete von ihren Erfahrungen bei der Implementierung eines digitalen Entwicklungsvorhabens an ihrer Grundschule. Myrle Dziak-Mahler, Geschäftsführerin des Zentrums für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln, gab zudem einen Input zum Thema Digital Leadership im System Schule. Auf der Veranstaltung gab es im Rahmen eines Gallery Walks außerdem die Gelegenheit, Einblicke in die in den letzten zwei Jahren umgesetzen Projektvorhaben der Schulen zu bekommen.

Über die DKJS

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) setzt sich für Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen ein. Für dieses Ziel bringt die DKJS Akteure aus Staat, Wirtschaft, Praxis und Zivilgesellschaft zusammen und entwickelt mit ihnen praktische Antworten auf aktuelle Herausforderungen im Bildungssystem. 

Weitere Informationen zu „bildung.digital“ unter: www.bildung.digital

Quelle: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) vom 18.09.2019

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