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Bundestagswahl

Rund 750 Organisationen haben sich der Aktion „WIR für Menschlichkeit und Vielfalt“ angeschlossen

Vier Hände verschiedener Hautfarbe fassen sich am Handgelenk
Bild: un-perfekt - pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Im Endspurt vor der Bundestagswahl und den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern am 26. September rufen die rund 750 mitzeichnenden Organisationen der Erklärung „WIR für Menschlichkeit und Vielfalt“ alle wahlberechtigten Bürger/-innen dazu auf, ihr Grundrecht unbedingt wahrzunehmen.

Wir lassen nicht zu, dass in Deutschland eine Stimmung erzeugt wird, die unsere Gesellschaft spaltet“, heißt es in dem gemeinsamen Text. Die Verbände, Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereich der Behindertenhilfe und der Sozialen Psychiatrie haben sich der Aktion angeschlossen, um im Superwahljahr 2021 ein weit sichtbares Zeichen gegen Hetze und Diskriminierung zu setzen. Sie betonen: „Wer wählen geht, stärkt die Demokratie. Es kommt auf jede Stimme an!

Mit Sorge beobachten die mitzeichnenden Organisationen, wie versucht wird, Hass und Gewalt gegen alle zu schüren, die sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft einsetzen. „Wir treten ein für Menschlichkeit und Vielfalt. Und wir sind nicht alleine: Wir stehen für Millionen Menschen in Deutschland, die das Auftreten und die Ziele von Parteien wie der Alternative für Deutschland und anderer rechter Bewegungen entschieden ablehnen“, heißt es in der Erklärung weiter. Die AfD habe vielfach gezeigt, dass sie in ihren Reihen Menschen- und Lebensfeindlichkeit dulde, sie fördere Nationalismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Heute sei daher plötzlich „wieder an der Tagesordnung, was in Deutschland lange als überwunden galt“, so die Unterzeichnenden.

Hintergrund

Bereits im April 2018 und im November 2019 haben sich zahlreiche Verbände öffentlich gegen Versuche aus den Reihen der AfD positioniert, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen herabzuwürdigen und für rassistische Stimmungsmache zu instrumentalisieren.

Der Vorsitzende des Paritätischen Gesamtverbands, Prof. Dr. Rolf Rosenbrock: „Wir müssen uns jetzt, gerade in Zeiten, in denen der gesellschaftliche Zusammenhalt gefährdet ist, noch stärker als bisher für Inklusion und Teilhabe aller Menschen einsetzen. Das bedeutet insbesondere, dass wir uns unmissverständlich gegen rechte Hetze stellen und jeglichem Versuch entgegentreten, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen auszugrenzen.

Quelle: Der Paritätische Gesamtverband vom 14.09.2021

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