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Demokratie / Ganztagsbildung

Radikalisierungen junger Menschen vorbeugen – Wie kann Schule präventiv handeln?

Treppenhaus einer Schule mit, in dem sich zahlreiche junge Menschen fortbewegen
Bild: © Monkey Business - fotolia.com

Rund 140 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Beratungslehrkräfte, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, sowie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen haben sich am 27. September in Hannover mit Strategien gegen „Radikalisierung und Ideologien der Ungleichwertigkeit“ befasst. Im Mittelpunkt der Fachtagung stand die Frage, wie eine demokratische Schule der Vielfalt Radikalisierungen junger Menschen vorbeugen kann.

Menschen- und demokratiefeindliche Einstellungen sind nicht zu tolerieren

„Aus verschiedenen wissenschaftlichen Studien wissen wir, dass diese und andere Einstellungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bis weit in die Mitte der Gesellschaft hinein zu finden sind. Auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind diese vertreten, wenn auch teilweise weniger stark ausgeprägt“, kommentiert Kultusstaatsekretärin Gaby Willamowius. „Menschen- und demokratiefeindliche Einstellungen seien nicht zu tolerieren. Die Schule ist genau der richtige Ort, um dem entgegenzuwirken und vor allem auch, um dem vorzubeugen.“

Fachtagung „Gegen Radikalisierung und Ideologien der Ungleichwertigkeit – Wie kann Schule präventiv handeln?“

In sechs Workshops wurden auf dem Fachtag in Hannover die Themenfelder Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus, Homo- und Transphobie ebenso vertieft wie Muslimfeindlichkeit und Neo-Salafismus und Ausgrenzung in der Schule.

Das Niedersächsische Kultusministerium wird seine Bestrebungen für eine gute demokratische Schule konsequent ausbauen und 2019 die Demokratiebildung zu einem Schwerpunktthema machen. „Wir wollen die gesamte Schulgemeinschaft - und das heißt Schülerinnen und Schüler, Eltern, die Pädagoginnen und Pädagogen, zivilgesellschaftliche Partner der Schulen - stärken, indem wir vielfältige pädagogische Angebote für die Schulkultur und den Unterricht anbieten und weiterentwickeln. Das Ziel ist es, echte Partizipation von Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen und die Demokratiekompetenzen zu stärken. Wir wollen den Schülerinnen und Schülern Mut machen, sich zu engagieren und Begeisterung für demokratische Partizipation wecken“, so die Staatssekretärin.

Die Fachtagung „Gegen Radikalisierung und Ideologien der Ungleichwertigkeit – Wie kann Schule präventiv handeln?“ verlängert die Veranstaltungsreihe des Niedersächsischen Kultusministeriums zum Themenfeld Radikalisierungsprävention. Ende 2015 fand die erste Veranstaltung zum Komplex „Neo-Salafismus, Islamismus und Islamfeindlichkeit in der Schule – Was kann unsere Schule dagegen tun?“ statt. In 2017 stand die Frage „Gegen Neo-Salafismus und Muslimfeindlichkeit – Wie kann Schule präventiv wirken?“ im Mittelpunkt.

Handreichung für Lehrkräfte, Schulleitungen und pädagogische Fachkräfte

Um die schulische Präventionsarbeit zu unterstützen, hat das Kultusministerium die Broschüre „Neo-Salafismus, Islamismus und Islamfeindlichkeit in der Schule – Wie kann Schule präventiv handeln?“ veröffentlicht. Die Broschüre wurde allen weiterführenden Schulen in Niedersachsen zur Verfügung gestellt. Sie kann auch online bestellt oder als PDF (1,42 MB) heruntergeladen werden.

Quelle: Niedersächsisches Kultusministerium vom 27.09.2018

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