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Demokratie / Sozialforschung

Mitte-Studie: Zusammenleben in pluraler Gesellschaft muss gelingen

Personen stehen in einem geschlossenen Kreis und fassen den jeweiligen Vorderpersonen mit den Händen die Schulternauf den Schultern
Bild: rawpixel.com

Anlässlich der am 25. April erschienenen „Mitte-Studie“ der Friedrich-Ebert-Stiftung zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und demokratiefeindlichen Einstellungen wendet sich die Initiative kulturelle Integration gegen Mutlosigkeit und fordert, gute Beispiele nach vorne zu stellen.

In einer repräsentativen Untersuchung wurde den Fragen nach gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie z.B. Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit oder Abwertung von Asylbewerbern, nach rechtsextremen Einstellungen in Deutschland, nach neuen rechten Mentalitäten in der Mitte der Gesellschaft und anderem mehr nachgegangen. Dabei kann auf Befragungen seit 2002 zurückgegriffen werden.

Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft

Der Sprecher der Initiative kulturelle Integration und Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Es ist erschreckend zu lesen, dass rechtsextreme, rechtspopulistische und demokratiefeindliche Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft verwurzelt sind. Es ist bestürzend, dass Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit und die Abwertung von Asylbewerbern offenbar in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Doch darf uns dieser Befund nicht mutlos machen. Die Mehrzahl der Mitte teilt diese Einschätzungen nicht, das ist das positive Ergebnis der Studie.

Darüber hinaus gilt es, stärker herauszustellen, dass das Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft tagtäglich gelingt. Wir sollten uns von solchen Studien nicht bange machen lassen, sondern vielmehr die guten Beispiele gelingenden Zusammenlebens deutlich machen. Die Initiative kulturelle Initiative steht mit ihren 15 Thesen für Zusammenhalt in Vielfalt. Ihre Mitglieder engagieren sich tagtäglich für den Zusammenhalt in Deutschland. Diesen Zusammenhalt zu fördern, sehen wir als unsere Aufgabe an.“

Weiterführende Informationen sind der Berichterstattung auf dem Fachkräfteportal zu entnehmen, sowie auf den Seiten der Friedrich-Ebert-Stiftung zu finden.

Über die Initiative

Die Initiative kulturelle Integration wurde im Herbst 2016 ins Leben gerufen, sie ist überparteilich und zielt darauf ab, zu verdeutlichen, dass kulturelle Integration und das Zusammenleben in einem pluralen Deutschland gelingt.

Die Initiatoren der Initiative kulturelle Integration sind das Bundesministerium des Innern, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie der Deutsche Kulturrat.

15 Thesen

Im Mai 2017 stellte die Initiative kulturelle Integration 15 Thesen für kulturelle Integration und Zusammenhalt vor. Die Mitglieder der Initiative kulturelle Integration wollen angesichts aktueller Debatten mit ihren 15 Thesen einen Beitrag zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und kultureller Integration leisten.

Quelle: Initiative kulturelle Integration c/o Deutscher Kulturrat e.V. vom 25.04.2019

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