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Demokratie / Europa

Internationale Wochen gegen Rassismus 2020: „Gesicht zeigen – Stimme erheben“

Bunte, transparente Scherenschnitte von Köpfen Erwachsener lappen übereinander.
Bild: © Robert Kneschke - fotolia.com

Vom 16. bis 29. März 2020 finden die Internationalen Wochen gegen Rassismus in Deutschland statt, in diesem Jahr mit dem Motto: „Gesicht zeigen – Stimme erheben“. Botschafter der UN-Wochen ist der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann, koordiniert werden die Aktivitäten durch die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Zahlreiche geplante Veranstaltungen wurden bereits abgesagt, darunter auch die Eröffnung in Kooperation mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Daher werden nun verstärkt Online-Kampganen entwickelt, zu den Hashtags gehören #IWgR und #Wirsindallemittendrin.

Geplant waren in diesem Jahr über 3.500 vielfältige Veranstaltungen zur Überwindung von Rassismus, darunter 1.700 Freitagsgebete in Moscheen. Über 200.000 Menschen nahmen im letzten Jahr an den Aktivitäten teil.


Bild: Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus

Abgesagte Veranstaltungen um Corona-Virus einzudämmen

Das wird sich in diesem Jahr aus Gründen der gesundheitlichen Vorsorge im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus grundlegend verändern. Die Freitagsgebete sind von den muslimischen Verbänden abgesagt worden. Zahlreiche Veranstaltungen wurden verschoben oder abgesagt.

Die Entscheidungen darüber erfolgen jeweils durch die verantwortlichen Veranstaltenden. Die vorgesehene Auftaktveranstaltung im Bundeskanzleramt musste ebenso wie zentrale religiöse Feiern in Moscheen, Synagogen und Kirchen verschoben werden. Angesichts der Dringlichkeit der Überwindung von Rassismus sollten vorgesehene Veranstaltungen nach Möglichkeit nachgeholt werden.

„Gesicht zeigen – Stimme ergeben“: Das geht auch online!

Seit wenigen Tagen hat die Stiftung ein Profil bei Instagram. Ein Trailer zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus wird entwickelt, der am 21.3.2020 veröffentlicht werden soll. Weitere Kampagnen sind in Vorbereitung. Für Beiträge in den Sozialen Medien wird die Verwendung der Hashtags #GesichtzeigenStimmeerheben; #InternationaleWochengegenRassismus; #IWgR und #Wirsindallemittendrin empfohlen.

Stiftungsvorstand Jürgen Micksch weist darauf hin, dass in diesem Jahr daran erinnert wird, dass mit demUN-Tag gegen Rassismus in Deutschland vor 25 Jahren begonnen wurde. „Damals wurde abgestritten, dass es nach dem Nationalsozialismus in Deutschland wieder Rassismus gebe. Nach den Morden des NSU, nach Halle und Hanau wird das nicht mehr bestritten.“ In den vergangenen Jahren gab es immer mehr Aktivitäten zur Überwindung von Rassismus.

25 Jahre Internationale Wochen gegen Rassismus

Anlässlich von 25 Jahren Wochen gegen Rassismus wird am 16. März 2020 eine Veröffentlichung herausgegeben, die unter dem Titel „Für eine menschenfreundliche Gesellschaft. 25 Jahre Internationale Wochen gegen Rassismus“ bei der Stiftung gegen Rassismus angefordert oder von der Homepage heruntergeladen werden kann.

Weitere Informationen finden sich im Veranstaltungskalender und auf der Homepage der Stiftung gegen Rassismus. Zu beachten: Viele Veranstaltungen werden zur Vermeidung der Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus verschoben oder abgesagt. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen direkt an die Veranstaltenden.

Über die Stiftung gegen Rassismus

Die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus (kurz: Stiftung gegen Rassismus)

  • plant und koordiniert die jährlichen UN-Wochen gegen Rassismus in Deutschland (2019 wurden uns über 1.850 Veranstaltungen gemeldet)
  • entwickelt und fördert Modellprojekte zur Überwindung von Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten
  • erarbeitet umfangreiche Informationsmaterialien und führt Tagungen durch

Quelle: Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus

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