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Rechtspopulismus

Heute schon gehetzt?

Zeichnung: Ein Mann ruft laut in ein Megafon.
Bild: Ahmad Aai

Kreisjugendring München-Land veröffentlicht Handbuch zum Umgang mit Rechtspopulismus in der Jugend(sozial)arbeit.

„Das wichtigste Ziel politischer Bildung ist, jungen Menschen demokratische Prinzipien wie Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit oder den Schutz von Minderheiten zu vermitteln“, wird Familienministerin Franziska Giffey im Rahmen des 16. Kinder- und Jugendberichts zitiert. Die im November 2020 erschienene Broschüre hat die Förderung demokratischer Bildung im Kinder- und Jugendalter im Fokus – auch der Kreisjugendring München-Land (KJR) beschäftigt sich 2021 verstärkt mit Demokratiebildung.

Pünktlich dazu erscheint das Handbuch „Heute schon gehetzt? Rechtspopulismus erkennen – verstehen – begegnen“, welches pädagogisches Fachpersonal beim Umgang mit rechtspopulistischen Aussagen unterstützt und ebenso präventive Methoden vorstellt. Die Handreichung ist in einen theoretischen Wissensteil sowie einen Praxisteil mit hilfreichen Methoden und Übungen aufgeteilt. Das Diversity-Referat des KJR hat den Leitfaden speziell für Fachkräfte der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit entwickelt und stellt damit Hilfestellungen für verschiedene Settings und Altersgruppen bereit.

Die Anzahl der politisch motivierten Straftaten und Gewalttaten mit rechtsextremistischem Hintergrund steigen in Deutschland an.[1] Der KJR hingegen setzt sich als Gliederung des Bayerischen Jugendrings schon immer gegen ein Aufleben militaristischer, nationalistischer, rassistischer und totalitärer Tendenzen ein (s. BJR-Satzung §3 f). In allen Angeboten und Kooperationen schafft der KJR deswegen ein Bewusstsein für jede Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. „Wir stehen für ein Klima der Offenheit, der Toleranz, des Respekts und der Zivilcourage“, bestärkt der ehrenamtliche Vorsitzende Jan Museler den Auftrag des KJR. Die Angebote der politischen Bildungsarbeit im KJR sind vielseitig. Zuletzt erschienen auch ein Positionspapier „Gegen Rechts“ und ein Aufruf, nicht gemeinsam mit Rechtsradikalen gegen die Coronapolitik zu demonstrieren.

Interessierte erhalten das Handbuch als kostenlosen Download beim KJR oder auf Nachfrage als Printversion per Mail unter [email protected]

[1] Vgl. der Statistik „Anzahl der politisch motivierten Straftaten und Gewalttaten mit rechtsextremistischem Hintergrund* in Deutschland von 2009 bis 2019“

Quelle: Kreisjugendring München-Land vom 18.03.2021

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