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Demokratie / Kinder- und Jugendarbeit

Ausstellung EIN WEITES FELD: Flughafen Tempelhof als Schlüsselort europäischer Freiheitsgeschichte

Bild: pixabay.com (CC0)   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Das ehemalige Flughafengelände in Berlin als Erinnerungsort zugänglich zu machen, das will die Ausstellung „EIN WEITES FELD. Der Flughafen Tempelhof und seine Geschichte“. Im Mittelpunkt steht die Bedeutung des Tempelhofer Feldes während der NS-Zeit sowie die Rolle des Flughafens im Rahmen der „Luftbrücke“ während des Kalten Krieges und als Verbindung europäischer Metropolen seit den 1920er Jahren. Die Ausstellung im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres ist noch bis zum Jahresende geöffnet.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat am 04.09.2018 die Ausstellung „EIN WEITES FELD. Der Flughafen Tempelhof und seine Geschichte“ eröffnet. Die Ausstellung im Flughafen Tempelhof ist eines von über 60 Projekten, die von der Staatsministerin im Europäischen Kulturerbejahr 2018 gefördert werden. Mit Blick auf das Motto des Themenjahres „Sharing Heritage“ betonte Grütters nach ihrem Ausstellungsrundgang:

„Diese Ausstellung führt uns vor Augen, wie hart errungen, mit wie viel Krieg, Leid und Gewalt bezahlt Demokratie, Toleranz und Freiheit in Europa doch sind. Die in der Ausstellung dokumentierten Spuren fruchtbaren Miteinanders und leidvollen Gegeneinanders, vermitteln eindringlich, wie sehr die Bürgerinnen und Bürger Europas einander über nationale Grenzen hinweg verbunden sind. Zugleich führt sie uns vor Augen, dass es sich lohnt, das ehemalige Flughafengelände auch als Erinnerungsort zugänglich zu machen.“

Flughafengelände als Erinnerungsort zugänglich machen

Die Kulturstaatsministerin betonte: „Gerade angesichts des Erstarkens populistischer, europafeindlicher Strömungen auch hierzulande braucht es die eindringlichen Botschaften authentischer Erinnerungsorte, um Europa vor dem Rückfall in eine von Abschottung und Unfreiheit geprägte Vergangenheit zu bewahren. Im Übrigen erinnert uns diese Ausstellung hier an diesem Ort nicht zuletzt auch daran, was Deutschland den Westalliierten und insbesondere den USA zu verdanken hat - die Befreiung vom Nationalsozialismus und die Verteidigung der Freiheit während der Berlin-Blockade und des Kalten Krieges. Als überzeugte Transatlantikerin hoffe und glaube ich, dass das Wertebündnis für Freiheit und Demokratie auch eine Präsidentschaft unter dem Motto „America first“ überdauert.“

Ausstellung „EIN WEITES FELD. Der Flughafen Tempelhof und seine Geschichte“

Im Mittelpunkt der Ausstellung „EIN WEITES FELD. Der Flughafen Tempelhof und seine Geschichte“ steht die Bedeutung des Tempelhofer Feldes und seines Flughafens während der NS-Zeit. Anhand von Einzelschicksalen wie dem des Zeitzeugen Wolfgang Szepansky (1910-2008), der im nahe gelegenen KZ Columbiadamm inhaftiert war, beleuchtet die Schau, wie die Nationalsozialisten am Rand des Tempelhofer Feldes eines der ersten Konzentrationslager betrieben, unter welchen Umständen hier Menschen Zwangsarbeit leisten mussten und wie das Areal zugleich zur Bühne für nationalsozialistische Propagandaveranstaltungen wurde. Darüber hinaus hebt die Schau die Bedeutung des Flughafens im Rahmen der „Luftbrücke“ während des Kalten Krieges und als Verbindung europäischer Metropolen seit den 1920er Jahren hervor. Neben der Ausstellung können Besucherinnen und Besucher auch an Vorträgen, Führungen und Workshops über Themenschwerpunkte wie zum Beispiel „Tempelhof als Ort des Transits in der DDR-Zeit“ teilnehmen. Die Ausstellung ist bis zum 30. Dezember 2018 zu sehen.

Erarbeitet wurde sie von der Stiftung Topographie des Terrors. Als wichtiger Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr wird die Ausstellung von der Kulturstaatsministerin mit 242.000 Euro gefördert. Sämtliche Ausstellungstexte sind sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfasst. Zudem bietet eine eigens entwickelte App Informationen auf Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch.

Deutschland gehört zu den Initiatoren des Europäischen Kulturerbejahres mit einer Vielzahl an Veranstaltungen, Projekten und Initiativen. Insgesamt stehen im Haushalt der Kulturstaatsministerin 7,8 Millionen Euro für gesamtstaatlich bedeutsame Projekte im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres bereit.

Einen Überblick über die zahlreichen Projekte und Veranstaltungen bietet die Internetplattform  www.sharingheritage.de.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vom 04.09.2018

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