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Demokratie / Ganztagsbildung

Bremen: Schüler-Projekte zum Thema „Demokratisch Handeln“ ausgezeichnet

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schüler sitzen auf einer Treppe und lächeln
Bild: © yanlev - fotolia.com

Demokratie ist, sich eine Meinung zu bilden... Bremer und Bremerhavener Schülerinnen und Schüler präsentierten 23 beeindruckende Projekte in der Bremischen Bürgerschaft. Gewürdigt wurden die Projekte unter anderem von Bremens Bürgerschaftspräsidentin Antje Grotheer und Senatorin Claudia Bogedan. Von Demokratisch Handeln wurden die Projekte zur Teilnahme am Bundeswettbewerb Lernstatt Demokratie im Juni 2019 in Bad Münder eingeladen.

„Demokratisch Handeln Lernstatt Demokratie“

Bremens Senatorin Claudia Bogedanie betonte in ihrer Rede den Wert der Demokratie. „Jeder einzelne Mensch kann jeden Tag dazu beitragen, dass das, was für eine Demokratie wichtig ist, lebendig ist. Und wie machen wir das? Es fängt im Kleinen damit an, dass wir uns respektvoll begegnen und uns nicht die Türen vor der Nase zuschlagen. Dass wir ein Verständnis davon entwickeln, eine Gemeinschaft zu sein. Dass es nicht die Einen dort und die Anderen hier gibt, sondern, dass wir am Ende alle Menschen auf einem Globus sind. Und in diesem Menschensein sind wir dadurch ausgezeichnet, dass wir einen Kopf haben, mit dem wir denken können. Das A und O von Demokratie ist, dass wir nicht einfach irgendwo hinterherlaufen und etwas nachplappern, was wir nicht verstanden haben. Demokratie ist, sich eine Meinung zu bilden, eine Meinung zu haben und nach außen zu vertreten. Manchmal auch gegen Widerstände, wenn wir glauben, dass Werte der Demokratie in Gefahr sind. Ich sage das deshalb so deutlich, weil wir in diesen Tagen immer wieder darüber diskutieren, ob eine Schule ein neutraler Ort sein muss. Ich sage ganz klar: Nein, Schule ist kein neutraler Ort. Schulen sind der Verfassung verpflichtet – so steht es im Schulgesetz, in der Landesverfassung und im Grundgesetz. Und unsere Gesetze sind keine wertneutralen Gebilde.

Verfassung bezieht klar Haltung, welche Werte eine Demokratie ausmachen

Dazu gehört, dass Toleranz zwar ein wichtiger Wert in der Demokratie ist, aber nicht bedeutet, dass alles toleriert werden muss. Ich glaube, wenn wir diesen Gedanken im Herzen bewegen, dann ist klar, warum so viele tolle Projekte innerhalb der Lernstatt Demokratie entstanden sind. Ich möchte dafür einen große Dank an alle aussprechen, die diese Arbeit an Schulen ermöglichen. Ich weiß wohl, was es bedeutet, solche Projekte in einem stressigen Schulalltag auch noch zu integrieren. Ich weiß auch, was es für Schülerinnen und Schüler bedeutet, die sich auf Prüfungen vorbereiten müssen, die Klausuren zu schreiben haben und trotzdem Zeit finden, sich ehrenamtlich zu engagieren und dieses Engagement in die Schule zu tragen. Das alles macht Demokratie lebendig. Wir alle werden von diesem Engagement profitieren können, weil wir alle eine Gemeinschaft sind“, sagte Bogedan.

Gewinner-Projekte

Sechs Projekte aus dem Land Bremen wurden von Demokratisch Handeln mit einer Teilnahme am Bundeswettbewerb Lernstatt Demokratie (4. bis7. Juni 2019) in Bad Münder ausgezeichnet.

  • „Kinder Audioguide“, Grundschule Farge/Denkort
  • „in ricordo“, AG von Schülerinnen und Schülern am Denkort
  • „Hier haben sie einst gelebt“, Jugendarbeitskreis Volksbund
  • „Jugendfürsorge im Nationalsozialismus“, Oberschule Albert Einstein
  • „Vom Klassenrat zum Schulparlament“, Oberschule Waller Ring
  • „Wir machen uns stark – SOR-SMC-Schule“, Oberschule Schaumburger Straße

Über Demokratisch Handeln

„Demokratisch Handeln. Ein Förderprogramm für Jugend und Schule“ lebt von der Idee, die Bürgergesellschaft bereits in Schule und Jugendarbeit entwickeln und fördern zu wollen. Weiterführenden Informationen sind zu finden unter: www.demokratisch-handeln.de

Quelle: Freie Hansestadt Bremen, Die Senatorin für Kinder und Bildung vom 08.04.2019

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