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Coronavirus / Kinder- und Jugendarbeit

„Wir sind da!“ – Träger in NRW zu Ferienangeboten in der Corona-Zeit

Vier Jugendliche laufen lächelnd nebeneinander
Bild: © Rawpixel.com - fotolia.com

In einer Stellungnahme äußern sich die landesweiten Trägergruppen der Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen zu Möglichkeiten für Ausgleichsangebote in den Sommerferien. Sie appellieren an die kommunalen Jugendämter sowie politische Entscheidungsträger auf Landesebene und fordern Unterstützung, um die Umsetzung der Angebote zu ermöglichen.

Stellungnahme des Arbeitskreises G5 des Landesjugendring NRW mit der Arbeitsgemeinschaft Offene Türen Nordrhein-Westfalen, der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit NRW, der Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW und dem Paritätischen Jugendwerk NRW im Wortlaut:

„[…] trotz guter sozialer Beziehungen und Kontakte [geht] die persönliche Situation von jungen Menschen oftmals mit Einsamkeitsgefühlen, Verunsicherung und Überforderung einher […]“, stellt der Forschungsverbund „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“ fest.

Kinder und Jugendliche sind durch die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie besonders stark von Einsamkeit und Isolation betroffen. Nun stehen die Sommerferien vor der Tür. Ohne Ausgleichsangebote wird der Zeitraum der Isolation dadurch um weitere sechs Wochen verlängert: Viele Kinder, Jugendliche und Familien werden in den kommenden Monaten ihren Urlaub nicht in der geplanten Form erleben können. Auch die klassischen Ferienangebote der Jugendarbeit werden in diesen Sommerferien eingeschränkt werden.

Trotzdem sind wir weiter da: Wir als landesweite Trägergruppen vertrauen darauf, dass unsere Träger vor Ort Ferienangebote nicht pauschal absagen. Wir nehmen eine große Bereitschaft und hohe Kreativität sowie Flexibilität bei den Trägern vor Ort wahr, sich an die aktuellen Rahmenbedingungen anzupassen. Wir geben Hilfestellungen und Orientierungen – immer mit dem Ziel vor Augen, Kindern und Jugendlichen Freiräume und Ausgleichsangebote in den Sommerferien zu schaffen. Hier sehen wir die gesellschaftliche Verantwortung der Jugendarbeit.

Dazu braucht es entsprechende Rahmenbedingungen vor Ort!
Alternative Räumlichkeiten in entsprechender Größe müssen gefunden, Hygienemaßnahmen mit örtlichen Gesundheitsbehörden abgestimmt, Mehrkosten, die dadurch entstehen, abgesichert werden und vieles mehr. Aus diesem Grund bitten wir die kommunalen Jugendämter, ihrer Planungsverantwortung auch für Ferienangebote im Sommer 2020 nachzukommen und jeweils eine enge Vernetzung aller beteiligten Akteur(inn)en vor Ort zu initiieren. Angebote müssen mit den kommunalen Trägern abgestimmt werden und es bedarf der unkomplizierten und ermöglichenden Unterstützung von Gesundheits-, Schul- und Jugendämtern.

Es ist uns ein großes Anliegen, dass die kommunalen Spitzenverbände und die Landespolitik ein klares Signal senden, dass sie die Kommunen bei diesem Weg unterstützen. Nur gemeinsam können wir Alternativen für Kinder und Jugendliche auch in den Sommerferien in Nordrhein-Westfalen entwickeln und verlässlich umsetzen.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Offene Türen Nordrhein-Westfalen e.V.

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