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Coronavirus / Kinder- und Jugendarbeit

Weder auf noch unter dem Schirm – Kinder- und Jugendarbeit in M-V in der Krise

Ein Jugendlicher sitzt auf einer Mauer, ein andere schaut über die Mauer durch sein Smartphone
Bild: Ant Rozetsky - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Am 21.04. wurden von der Landesregierung 20 Millionen Euro zur Sicherstellung sozialer Angebote in Mecklenburg-Vorpommern beschlossen. Der Landesjugendring M-V begrüßt dieses Sofortprogramm zur Aufrechterhaltung von gesellschaftlich relevanten Netzwerken, Strukturen und Einrichtungen, weist jedoch darauf hin, dass dabei die Kinder- und Jugendarbeit vergessen wurde.

„Das Sofortprogramm ist ein wesentlicher Teil, um für die Gesellschaft wichtige und benötigte Strukturen zu erhalten. Zu diesen Strukturen zählen auch Träger der Kinder- und Jugendarbeit, wie Jugendverbände und Jugendringe, die sich aber bislang mit ihren speziellen Bedarfen nicht im Sozialfonds wiederfinden. Um diesen vielfältigen Trägern in der Coronakrise zu helfen, muss das Sofortprogramm auch für sie nutzbar sein, denn sie haben keine Finanzpolster oder auskömmliche Finanzierungen!“ sagte Marieke Bohne, Vorstandssprecherin im Landesjugendring M-V.

Nach aktuellen Berechnungen fehlen den Trägern der Kinder- und Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern ca. 200.000 Euro an Finanzmitteln, alleine für den Zeitraum des Lockdown von Mitte März bis Mitte April. Diese Gelder werden dringend benötigt, um Ausfälle von Angeboten, Personalkostenanteile und eine schnelle Umstellung zu breit gefächerten Online-Angeboten umzusetzen.

„Der derzeitige Fehlbetrag ist lediglich eine Momentaufnahme. Mit jedem weiteren Tag des Lockdown wächst die Finanzierungslücke und damit die wirtschaftliche Notlage jedes einzelnen Trägers.“, so Marieke Bohne weiter. 

Kinder- und Jugendarbeit in ihrer ganzen vielgefächerten Breite ist eine für junge Menschen bedeutende und wichtige außerschulische Bildungsstruktur und Sozialisationsinstanz. Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist jetzt auch in der Verantwortung schnell tätig zu werden, um die bestehende Vielfalt der außerschulischen Angebote für Kinder und Jugendliche während und nach der Coronakrise zu erhalten, so der Landesjugendring.

Quelle: Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern e.V. vom 23.04.2020

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