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Coronavirus / Inklusion

Soforthilfeprogramm verdoppelt: Aktion Mensch verzeichnet sehr große Nachfrage

Orangefarbene Holzfiguren stehen in einer Reihe.
Bild: © Ralf Geithe - fotolia.com

Die Soforthilfe der Aktion Mensch erreicht bereits viele Projekte. Rund 1.200 Assistenzdienste und Anbieter von Lebensmittelhilfen haben bisher Unterstützung beantragt. Die Aktion Mensch hat die Corona-Soforthilfe auf 40 Millionen Euro verdoppelt, um möglichst vielen Menschen zu helfen. Beantragungen sind nur noch möglich, bis dieser Betrag erreicht ist.

Mit einer Verdoppelung des Corona-Soforthilfeprogramms auf 40 Millionen Euro reagiert die Aktion Mensch auf die riesige Nachfrage nach Unterstützung. Seit dem Start vor circa zwei Wochen sind rund 1.200 Förderanträge eingegangen, deren Volumen die ursprünglich zur Verfügung gestellte Summe von 20 Millionen Euro deutlich übertrifft. Daher können nur noch so viele Anträge angenommen werden, bis die Soforthilfe in Höhe von 40 Millionen Euro ausgeschöpft ist.

Hohe Nachfrage zeigt, wie groß die Not ist

Im Fokus der Aktion Mensch-Soforthilfe steht die Unterstützung von Assistenzdiensten, um die Betreuung von Menschen mit Behinderung zu gewährleisten, sowie Einrichtungen der Lebensmittelhilfe wie zum Beispiel Tafeln und Archen, um die Versorgung von sozial schlechter gestellten Menschen mit Lebensmitteln aufrecht zu erhalten.

„Die vielen Anfragen, die in so kurzer Zeit bei uns eingegangen sind, zeigen, wie groß die Not bei Assistenzdiensten und gemeinnützigen Lebensmittelversorgern ist. Es ist beeindruckend, mit wieviel Engagement und Kreativität Hilfe organisiert wird“, sagt Armin v. Buttlar, Vorstand der Aktion Mensch. „Da wir möglichst viele Menschen unterstützen wollen, haben wir den Betrag der Corona-Soforthilfe auf 40 Millionen Euro verdoppelt. Unser Augenmerk liegt jetzt darauf, alle bisher eingegangenen Anfragen möglichst bis Ende des Monats zu prüfen und zu bewilligen, damit die Hilfe schnell ankommt.“

Erste Hilfen sind bereits angekommen

Erste Soforthilfezahlungen sind bei den Projekten bereits eine Woche nach Start des Programms angekommen. So konnte beim Caritas-Mittagstisch in Wolfsburg die Mitte März eingestellte Lebensmittelausgabe schnell neu organisiert werden und bereits am 1. April in neuer Form starten. „Die Unterstützung der Aktion Mensch kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Innerhalb von einer Woche wurde die Förderung beantragt und auch bewilligt. Die Corona-Soforthilfe der Aktion Mensch hat ihren Namen wirklich verdient“, sagt Barbara-Maria Cromberg vom Caritas-Vorstand in Wolfsburg. „Wir sind unendlich dankbar für die Förderung durch Aktion Mensch. Wir können weiter für die Menschen da sein, die in dieser Krisenzeit in ganz besonderem Maß auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind.“

Durch eine Umstrukturierung ist es jetzt wieder möglich, die Menschen mit fertig gepackten Lebensmitteltüten oder Lebensmittel-Gutscheinen unter Einhaltung der aktuellen Verfügungen zu COVID-19 zu versorgen. Die Übergabe der Lebensmittelpakete findet bis auf weiteres im Freien statt. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder für diejenigen, die zu einer Risikogruppe zählen und ihre Wohnungen nicht mehr verlassen können, gibt es einen Lieferservice, der die Lebensmittel nach telefonischer Absprache bis zur Haustür bringt. Für den Fall, dass nicht genügend Lebensmittelspenden vorhanden sind, gibt es die Möglichkeit, Lebensmittel-Gutscheine zu verteilen. Unter Leitung eines hauptamtlichen Mitarbeiters könnten die Hilfen gut koordiniert werden, so Cromberg. Der Lieferservice sei bereits in Anspruch genommen und auch Lebensmittelpakete seien schon ausgeteilt worden.

Über das Soforthilfeprogramm

Die Aktion Mensch hat anlässlich der aktuellen Corona-Krise am 25. März 2020 ein Soforthilfeprogramm zunächst in Höhe von 20 Millionen Euro aufgesetzt, das jetzt auf 40 Millionen Euro verdoppelt wurde. Hintergrund ist die anhaltende Notlage von Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Situation besonders durch die Pandemie bedroht sind und Unterstützung benötigen: Dazu gehören Menschen mit Behinderung, deren Assistenzkräfte ausfallen, aber auch sozial schlechter gestellte Menschen, die durch das Kontaktverbot nicht mehr auf dem üblichen Weg mit Lebensmitteln versorgt werden können.

Über die Aktion Mensch

Die Aktion Mensch e.V. ist die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1964 hat sie mehr als vier Milliarden Euro an soziale Projekte weitergegeben. Ziel der Aktion Mensch ist, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung, Kindern und Jugendlichen zu verbessern und das selbstverständliche Miteinander in der Gesellschaft zu fördern. Mit den Einnahmen aus ihrer Lotterie unterstützt die Aktion Mensch jeden Monat bis zu 1.000 Projekte. Möglich machen dies rund vier Millionen Lotterieteilnehmer. Zu den Mitgliedern gehören: ZDF, Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Paritätischer Gesamtverband und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Seit Anfang 2014 ist Rudi Cerne ehrenamtlicher Botschafter der Aktion Mensch.

Quelle: Aktion Mensch e.V. vom 08.04.2020

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