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PEKiP – Praxisbeispiel zur Gesundheitsförderung in der Kinder- und Jugendhilfe

Ein Baby und seine Mutter
Bild: © Oksana Kuzmina - Fotolia.com

Das Prager Eltern-Kind-Programm PEKiP hat zum Ziel, den Anfang des Lebens zu begleiten und Eltern in ihrer Elternschaft zu unterstützen. Lesen Sie hier in der Reihe des Fachkräfteportals „Gesundheitsförderung in der Kinder- und Jugendhilfe“ mehr zu den Projektinhalten, zur Finanzierung und zu weiteren notwendigen Umsetzungsressourcen.

Praxisbeispiel PEKiP 

Projekttitel

Prager Eltern-Kind-Programm, PEKiP

Träger und Handlungsfeld in der Kinder- und Jugendhilfe

Diverse Träger bundesweit und im gesamten deutschsprachigen Raum

Projektmitarbeitende: Anzahl, Umfang, Qualifikation, Kooperation

Zertifizierte pädagogische und soziale Fachkräfte als PEKiP-Gruppenleiter/-innen (die Zertifikatsfortbildung zum/zur PEKiP-Gruppenleiter/-in umfasst 100 Unterrichtsstunden Grundkurs, 50 Unterrichtsstunden Literaturstudium, sowie 40 Unterrichtsstunden PEKiP-Supervision).

Projektziele

Problemlage bzw. Ausgangslage zur Projektentwicklung

Nach der Geburt eines Kindes sind Bindungspersonen und Familien vor viele neue Herausforderungen gestellt. Wir möchten mit PEKiP den Anfang des Lebens begleiten und Eltern in ihrer Elternschaft unterstützen.

Um Mütter und Väter nach der Geburt eines Kindes eine Vernetzung und einen Austausch zu ermöglichen, sowie wertvolle Impulse zur frühkindlichen Entwicklung durch Spiel- und Bewegungsanregungen zu geben, bieten wir einmal wöchentlich Gruppenangebote an.

Ziel 

Eltern und Babys in der ersten Zeit zu begleiten und ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen.

Zielgruppen des Projektes

Die Zielgruppe sind Eltern (Mütter / Väter / Bindungspersonen) mit ihren Kindern ab der 4. Lebenswoche bis zum 1. Lebensjahr.

Konzept und Ergebnisse

Konzeption des Projektes

Im Mittelpunkt der Gruppenarbeit stehen die PEKiP-Spiel- und Bewegungsanregungen, die durch eine zertifizierte Gruppenleitung den Eltern vermittelt werden. Im gemeinsamen Spiel von Eltern und Babys bestimmt das Baby mit seinen individuellen Kompetenzen und Bedürfnissen das Spielangebot. Durch das gemeinsame Erleben von Bewegung, Spiel und Freude unterstützt das PEKiP die feinfühlige Interaktion zwischen Eltern und Kind. 

Die PEKiP-Grupenleitung begleitet den Erfahrungsaustausch über Erlebnisse mit dem Kind innerhalb und außerhalb der Gruppe. Entwicklungs- und Erziehungsfragen aus dem Alltag junger Familien werden aufgegriffen und geben Eltern Orientierung und Begleitung in vielerlei Entscheidungsfragen.

Zusätzlich ermöglichen Kontakte in der Gruppe einen Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern. Die Kinder erleben erste soziale Beziehungen zu Gleichaltrigen im Beisein ihrer Eltern.

Das PEKiP-Konzept leistet einen Beitrag zum sozialen Netz junger Familien. Das Prager Eltern-Kind-Programm ist geeignet, Eltern aus verschiedenen sozialen Milieus mit einem Bildungsangebot zu erreichen und die Kompetenzen von Familien ressourcenorientiert zu nutzen.

Welche Ergebnisse sind erzielt worden?

Hohe Zufriedenheit.

Was sind die Maßnahmen zur Qualitätssicherung / zum Monitoring? 

Kontinuierliche Fragebögen für die Eltern, Fortbildungen für die Gruppenleiter/-innen. Große Elternbefragung 2012. Neue Elternbefragung digital 2022.

Finanzierung und Förderung

Wie ist das Projekt finanziert bzw. gefördert?

Unterschiedlich – je nach Kommune und Träger, sowie abhängig vom Engagement und Anträgen einzelner PEKiP-Gruppenleiter/-innen.

Gibt es eine Unterstützung durch die Kommune oder durch ein kommunales Netzwerk?

Zum Teil im niederschwelligen Bereich.

Gesundheitsförderung in der Kinder- und Jugendhilfe

Wie hat sich die Arbeit durch die Pandemie verändert?

Die Gruppen fanden, wenn nicht anders möglich, digital statt.

Inwieweit wird das Projekt fortgeführt?

Es wird kontinuierlich seit den 1970er Jahren fortgeführt.

Was bräuchten Einrichtungen um Gesundheitsförderung als Bestandteil ihrer Arbeit zu etablieren?

Unterstützung der Gruppenarbeit vor Ort.

 

Weitere Informationen zum Projekt stehen auf der Website von PEKIP zur Verfügung.

Lesen Sie hier weitere Praxisbeispiele

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