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BfR-Corona-Monitor

Mit Vorsicht in die Weihnachtszeit

Vier Matrjoschkas mit Atemschutzmasken
Bild: Evgeni Tcherkasski - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Die Vorweihnachtszeit wurde in diesem Jahr von der Diskussion um einen möglichen harten Lockdown begleitet. Dies lässt auch die Bevölkerung in Deutschland nicht unberührt: Zwei Wochen vor Weihnachten steigt die Akzeptanz einiger Eindämmungsmaßnahmen. Das zeigen die Ergebnisse des BfR-Corona-Monitors, einer regelmäßigen Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Steigende Akzeptanz der Einschränkungen

So ist die Akzeptanz der Maßnahmen des seit Anfang November andauernden „Lockdown Light“ in den vergangen zwei Wochen zum Teil deutlich angestiegen. „Während beispielsweise das Schließen von Kultureinrichtungen Anfang November nur von 49 Prozent der Befragten befürwortet wurde, halten inzwischen 62 Prozent dies für angemessen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Die Bedrohung durch die Pandemie ist in der Bevölkerung präsent.“

Auch die Gastronomieschließungen werden inzwischen wohlwollender gesehen. Gegenüber der letzten Erhebung steigt der Anteil derer, die sie befürworten, um zwölf Prozentpunkte auf 54 Prozent. Das Beherbergungsvorbot wird inzwischen von 61 Prozent der Befragten akzeptiert, vor zwei Wochen lag dieser Wert noch bei 51 Prozent. Die Zustimmung zu der bereits seit Monaten geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht hat sich dagegen kaum verändert und liegt nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau.

Zunehmende Vorsicht in der Bevölkerung

Im Verhalten der Bevölkerung in Deutschland lässt sich ebenso eine zunehmende Vorsicht bezüglich des Coronavirus erkennen. So geben inzwischen 75 Prozent der Befragten an, seltener ihr Zuhause zu verlassen. 83 Prozent sagen, dass sie seltener Freunde und Familie treffen. Und auch die Vorratshaltung wird wieder beliebter: Vor vier Wochen legten sich 14 Prozent größere Vorräte an, inzwischen liegt dieser Wert bei 23 Prozent.

Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Sorge gegenüber den Auswirkungen des Coronavirus auf verschiedene Lebensbereiche weitestgehend unverändert. Wie bereits in der letzten Erhebung Ende November ist etwas mehr als ein Drittel der Bevölkerung über die sozialen Auswirkungen der Pandemie besorgt. Rund ein Viertel ist darüber beunruhigt, dass das Coronavirus ihre körperliche Gesundheit beeinträchtigen kann; bei den Personen ab 60 Jahren sind es ein Drittel der Befragten.

Über den BfR-Corona-Monitor

Der BfR-Corona-Monitor ist eine wiederkehrende (mehrwellige) repräsentative Befragung zur Risikowahrnehmung der Bevölkerung in Deutschland gegenüber dem neuartigen Coronavirus. Zwischen dem 24. März und 26. Mai 2020 wurden dazu jede Woche rund 500 zufällig ausgewählte Personen per Telefon unter anderem zu ihrer Einschätzung des Ansteckungsrisikos und zu ihren Schutzmaßnahmen befragt. Seit Juni 2020 wird die Befragung im Zwei-Wochen-Rhythmus mit jeweils rund 1.000 Befragten fortgeführt. Eine Zusammenfassung der Daten wird regelmäßig auf der Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung veröffentlicht. Mehr Informationen zur Methode und Stichprobe finden sich in den Veröffentlichungen zum BfR-Corona-Monitor.

BfR-Corona-Monitor (Stand 8.-9. Dezember 2020) (PDF, 453 KB)

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

Das BfR passt seine FAQs zum Thema Coronavirus zum Thema Coronavirus laufend dem Stand der Wissenschaft an.

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung 14.12.2020

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