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Sachsen-Anhalt

Ministerium für Bildung informiert über Corona-Aufholprogramm

Ein Sparschwein steht neben einem Einmachglas, in dem viele Geldscheine sind
Bild: Roungroat - rawpixel.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Ziel des Programms ist es, alle Schüler/-innen bei der Bewältigung pandemiebedingter Lernrückstände in Kernfächern auf der Basis festgestellter Lernrückstände individuell und zielorientiert zu unterstützen und Kernkompetenzen zu fördern.

Um den durch die Pandemie entstandenen Lerndefiziten entgegenzusteuern, hat das Ministerium für Bildung bereits in den Sommerferien das Aufholprogramm „Erheben und Beheben von Lernrückständen nach Corona“ aufgesetzt. In Sachsen-Anhalt stehen dafür rund 26 Millionen Euro zur Verfügung. „Schwerpunkte sollen insbesondere in Klassenstufen gesetzt werden, in denen Schulwegentscheidungen bevorstehen und die Maßnahmen daher besonders schnell und nachhaltig wirken müssen“, erklärte Bildungsminister Marco Tullner. Dies betreffe etwa die Klassenstufe 4 der Grundschule, die Klassenstufen 9 und 10 sowie die auf das Abitur vorbereitenden Jahrgangsstufen.

Geplante Maßnahmen

Eine der wesentlichen Maßnahmen besteht in der Aufstockung der Schulbudgets: Mit den Mitteln ist es möglich, Honorar- und Kooperationsvereinbarungen für zusätzliche Lernangebote zu unterbreiten. Kooperationspartner können neben Vereinen und freien Trägern der Jugendhilfe insbesondere Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Hochschulen und Universitäten, lokal wirksame Nachhilfeeinrichtungen und die Agentur für Arbeit mit individuellen Angeboten zur Lerndefizitbehebung sein. Auch individuelle Nachhilfeangebote in kleinen Gruppen sollen möglich sein. Die Schulen haben zudem die Möglichkeit, pensionierte Lehrkräfte, Lehramtsstudierende, sozialpädagogische Fachkräfte, Schüler/-innen ab mindestens 14 Jahren sowie sonstige Honorarkräfte einzusetzen.

Das Ministerium für Bildung hat in den Sommerferien darüber hinaus Lerncamps an drei Standorten von Jugendherbergen als Modellprojekt organisiert, die im schulischen Teil durch Dozent(inn)en der Volkshochschulen getragen werden. In Abhängigkeit von den Ergebnissen dieses Modellprojekts sind weitere Lerncamps in den Winter- und den Sommerferien des Schuljahres 2021/2022 denkbar. Außerdem gibt es verschiedene digitale Angebote, wie beispielsweise die kostenlose Nutzung des Online-Centers der Schülerhilfe (noch bis 21. September), die Internetplattform 2learn4students und die Webakademie Sachsen-Anhalt.

Weitere Informationen zumAufholprogramm „Erheben und Beheben von Lernrückständen nach Corona“ sind auf der Website des Ministeriums für Bildung Sachsen-Anhalt zu finden.

Quelle: Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt vom 02.09.2021

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