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Corona-Informationen

Kinder wünschen sich Erklärungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Zwei Mädchen laufen über eine grüne Wiese
Bild: Atoms - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Wie kann ich mich vor dem Coronavirus schützen? Woher bekomme ich Informationen? Diese Fragen sind nicht nur für Erwachsene relevant. Zwei von drei Kindern wollen laut einer repräsentativen Studie mehr Infos zu Corona, aber von Jugendlichen und jungen Erwachsenen erklärt.

Das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) beim Bayerischen Rundfunk befragte über 800 Kinder (n=837) zwischen 6 und 13 Jahren unter anderem dazu, ob sie das Gefühl haben, sie hätten genügend  Informationen, wie sie sich vor dem Coronavirus schützen können und wer ihnen solche Informationen vermitteln sollte.

Die meisten Kinder wollen mehr Infos

In der Studie „Das Themeninteresse von Kindern bei Nachrichtensendungen“ zeigte sich, dass sich überraschend wenig Kinder absolut sicher in ihrem Wissen über Corona sind. Der Aussage „Ich weiß gut, wie ich mich vor Corona schützen kann, und brauche keine weiteren Informationen“ beispielsweise stimmten nur 16% voll zu, 35% sagten „stimmt eher“. Dabei zeigen sich weder Geschlechter- noch Altersunterschiede. Viele Kinder (66%) suchen dabei aktiv nach neuen Informationen. Zudem würden die meisten (84%) zum Beispiel gerne wissen, wie es Kindern in anderen Ländern mit Corona geht. Insgesamt ein Zeichen dafür, dass sich Kinder auch nach fast einem Jahr mit der Pandemie nicht ganz sicher im Umgang mit dem Virus fühlen.

Moderation durch Jugendliche und junge Erwachsene

Auf die Frage, wer ihnen diese Informationen präsentieren sollte, geben vier von zehn Kindern an, dass Jugendliche bzw. junge Erwachsene die Moderation übernehmen sollten. Sechs- bis Siebenjährige könnten sich sogar ein Kind vorstellen. Expert(inn)en hingegen möchten nur wenige an dieser Stelle sehen. „Kinder brauchen Informationen,die gezielt auf sie abgestimmt und altersgerecht und verständlich aufbereitet sind“, so Studienleiterin Dr. Maya Götz (IZI). „Was die Studie deutlich zeigt, ist, dass wir die Unsicherheitvon Kindern im Umgang mit dem Virus unterschätzen.“ In diversen Studien hat sich immer wieder gezeigt, dass Expert(inn)en für Kinder meist völlig unattraktiv und in dem, was sie sagen, nicht verständlich sind. Hier gilt es, neue  Entwicklungen, aber auch die  Bestätigung  des  bisher Bekannten  immer wieder attraktiv aufzubereiten und die Kinderperspektive auf das Leben in der Pandemie in den Mittelpunkt zu stellen.

Quelle: Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen vom 21.01.2021

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