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Coronapandemie

Hilfsfonds für Kultur- und Bildungsorganisationen im Ausland wird ausgebaut

Ein Jugendlicher steht vor einer Wand mit Graffittis und hält vor seinen Kopf ein Polaroid auf dem er abgebildet ist
Bild: Jakob Owens - unsplash.com

Auf Initiative des Goethe-Instituts und des Auswärtigen Amts wurde 2020 ein Internationaler Hilfsfonds eingerichtet, um Organisationen aus Kultur und Bildung im Ausland in der Corona-Pandemie zu unterstützen – vor allem dort, wo andere Fördermittel nicht zur Verfügung stehen. Der Fonds richtete sich an Organisationen, deren Engagement eine große Bedeutung für künstlerische Freiheit und eine pluralistische Gesellschaft hat. Aufgrund des großen Erfolgs haben die Partner nun beschlossen, den Fonds 2021 erneut aufzulegen.

Das Auswärtige Amt hat die Fördersumme auf rund sechs Millionen Euro erhöht. Die S. Fischer Stiftung und die Robert Bosch Stiftung stellen zusätzliche Mittel bereit, ebenso das Goethe-Institut, das darüber hinaus die Mittelvergabe koordiniert. Zum Konsortium des Internationalen Hilfsfonds 2021 gehören weiterhin das Berliner Künstlerprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdiensts, die Deutsche UNESCO-Kommission sowie die Siemens Stiftung, die sich mit jeweils eigenen Projekten beteiligen.

Projekte zum Infrastrukturerhalt oder -wiederaufbau für Organisationen im Bereich Kultur, Kunst und Bildung

Die Laufzeit der Förderung ist von September 2021 bis Februar 2022. Sie gilt für Organisationen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union, den USA und Kanada, in denen es keine anderweitigen Fördermöglichkeiten gibt. Ziel ist es, sachlich und zeitlich begrenzte Projekte zum Infrastrukturerhalt oder -wiederaufbau zu fördern, wenn andere Finanzierungsquellen wegfallen oder nicht bestehen. Zugleich kann die Förderung dazu dienen, zusätzliche Kosten abzufangen, die beispielsweise mit einer Neuvernetzung oder der Entwicklung digitaler Formate verbunden sind. Die Mittel des Fonds fließen schwerpunktmäßig an Organisationen, die im Bereich Kultur, Kunst und Bildung tätig sind und auf Grund ihrer innovativen und offenen kulturellen Arbeit zum Erhalt des Pluralismus beitragen.

Die Bewerbung ist nur aus dem Ausland heraus, über die Auslandsinstitute des Goethe-Instituts und die Deutschen Botschaften möglich. Die Partner nutzen für eigene Programmlinien teils eigene Ausschreibungen mit abweichenden Fristen. Die Entscheidung über eine Förderung wird durch mehrere Jurys getroffen, die sich aus Vertreter/-innen des Konsortiums des Internationalen Hilfsfonds 2021 sowie externen Juror/-innen mit regionaler Expertise zusammensetzen. Die Einzelförderung beträgt max. 30.000 Euro.

Von September bis Dezember 2020 wurden im Rahmen des Internationalen Hilfsfonds bereits Mittel in Höhe von über drei Millionen Euro an mehr als 140 Projekte ausgeschüttet. Die zur Förderung ausgewählten Projekte lagen auf dem afrikanischen Kontinent und im Nahen und Mittleren Osten ebenso wie in Ost- und Südosteuropa, Zentral- und Südostasien und in Südamerika.

Weitere Informationen gibt es auf den Seiten des Goethe-Instituts.

Quelle: Goethe-Institut vom 12.04.2021

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