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Schulsozialarbeit in Sachsen

Forschungsteam veröffentlicht zweiten Zwischenbericht

In einem Klassenraum sind mehrere Schüler zu sehen, im Hintergrund die Lehrerin vor der Tafel
Bild: © Oksana Kuzmina - Fotolia.com

Ein Forschungsteam aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Praktikerinnen und Praktikern unterschiedlicher Institutionen der Landeskirche Sachsens sowie der Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit Sachsen e.V. hat die Ergebnisse einer zweiten sachsenweiten Mixed-Methods-Befragung von Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern in einem Zwischenbericht veröffentlicht.

Auf der Basis von 168 Datensätzen werden Einschätzungen, Sichtweisen und Erfahrungen von Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern aus dem gesamten Freistaat Sachsen zu ihrer Tätigkeit in der Zeit des eingeschränkten schulischen Regelbetriebes im Sommer 2020 dargestellt und diskutiert.
Die Befunde liefern differenzierte Angaben zu Tätigkeitsbereichen, Potenzialen und Herausforderungen in der Kommunikation, Unterstützungsbedarfen von Kindern, Jugendlichen und Eltern sowie den Bedingungen der Kooperation mit schulischem Fachpersonal. Über die konkreten tätigkeitsbezogenen Perspektiven hinaus reflektieren die Befragten über ihr professionelles Selbstverständnis und den pädagogischen Beitrag der Sozialen Arbeit an der Schule.

Hohe Flexibilität und Kreativität

Die Befunde liefern ein umfassendes zeitaktuelles Bild zur hohen Flexibilität und Kreativität, mit der Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter auf die veränderten Bedingungen ihrer Tätigkeit im Sinne ihrer Klientinnen und Klienten reagieren. Gleichermaßen wird sichtbar, dass das noch relativ junge Handlungsfeld der Schulsozialarbeit weiterentwickelt und professionalisiert werden muss, um seinen Kernanliegen und -aufgaben gerecht werden zu können. Es zeigen sich auch schulpädagogische Fragen und Herausforderungen, die sowohl auf Grenzen der Schulsozialarbeit als auch auf Schieflagen des Bildungssystems verweisen.

Der zweite Zwischenbericht ist die nunmehr dritte Publikation des Forschungsteams und erscheint nach dem Bericht zur ersten Erhebungsphase (veröffentlicht im Juni 2020) und einem an Bildungs- und Sozialpolitik adressierten Zwischenruf (veröffentlicht im November 2020).

Geplant sind zwei weitere Befragungen. Im Längsschnitt der Befunde werden nicht nur zeitspezifische Aussagen, sondern auch Aussagen zu Entwicklungsdynamiken des Handlungsfeldes Schulsozialarbeit sichtbar und diskutiert.

Die Studie liegt zur Einsicht auf den Seiten der Projekthomepage der Evangelischen Hochschule Dresden.

Quelle: Evangelische Hochschule Dresden vom 05.03.2021

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