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Desinformationen in der Corona-Pandemie

Forschungsmonitor: Informationslage und Meinungsbilder zu COVID-19

Angeschnittenes Zeitungsbündel mit Überschrift Coronacrisis
Bild: fotografiekb - pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Kann man überhaupt noch über die Corona-Krise sprechen, ohne auch auf die zahlreichen Verschwörungstheorien einzugehen? Und wie sehr haben sie die Pandemie geprägt, die uns seit nunmehr fast einem halben Jahr beschäftigt? Auch die Wissenschaft setzt sich mit diesen Fragen auseinander. In der Sonderausgabe des Forschungsmonitors zu Informationsintermediären der Landesmedienanstalt NRW werden ausgewählte Projekte vorgestellt.

Die Ausgabe „Informationslage und Meinungsbilder zu Covid-19: Auf der Suche nach Verlässlichkeit“ greift wissenschaftliche Perspektiven und Erkenntnisse dazu auf, welche Informationen in Deutschland und anderen Ländern zur Verfügung stehen, wie sie kommuniziert werden, sich verbreiten und sich auf die individuelle und öffentliche Meinungsbildung auswirken.

Den Kreislauf, den Desinformationen auslösen können, hat die Corona-Pandemie sehr deutlich gemacht. Menschen lassen sich von den meist bewusst in Umlauf gebrachten Falschinformationen beeinflussen und richten ihre Meinungsbilder und ihr Handeln nach ihnen aus. Und unser Handeln wirkt sehr direkt auf unser Leben in der Gemeinschaft – im Falle der Corona-Pandemie zeigt dies mitunter extreme Folgen. Aus diesem Grund spricht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch davon, dass wir es nicht nur mit einer Pandemie, sondern auch mit einer „massiven Infodemie“ zu tun haben.

Unübersichtlich war und ist also die Informationslage. Unübersichtlich ist aber auch, wer ihre Verbreiterinnen und Verbreiter sind, wie aktuelle Studien zeigen. Darunter finden sich Regierungen oder einzelne Politikerinnen und Politiker genauso wie Personen des öffentlichen Lebens, die sich zumindest in der Vergangenheit nicht als ausgewiesene Virus-Experten hervorgetan haben.

Doch was heißt das nun für uns? Bleibt uns keine andere Wahl als desinformiert und damit desorientiert durch die Krise zu stolpern? Nein, denn zahlreiche Studien haben sich auch mit solchen Faktoren beschäftigt, die zu einer erfolgreichen Krisenkommunikation beitragen. Dazu zählt fundierte journalistische Arbeit, für die es hoffentlich auch nach der Krise ausreichend Wertschätzung gibt, um die durch die Pandemie ausgelösten wirtschaftlichen Engpässe zu überstehen.

Inhalt der aktuellen Ausgabe

Die aktuelle Sonderausgabe trägt den Titel „Informationslage und Meinungsbilder zu Civod-19: Auf der Suche nach Verlässlichkeit“ und beinhaltet folgende Kapitel:

Insight 1: Desinformation ist folgenreicher als Falschinformation
Insight 2: Schnell gestreut, langsam bekämpft
Insight 3: Absichten hinter automatisierter Verschwörung
Insight 4: Informationen formen Entscheidungen
Insight 5: Zwischen zuverlässigen Informationen und Kriegsrhetorik
Insight 6: Das 5G-Netz und das Machtstreben geheimer Eliten
Insight 7: Die Rede von der Infodemie verschleiert
Insight 8: Medienberichten und Regierungen vertrauen
Insight 9: Wissenschaft statt Hass
Insight 10: Die Beobachterin des Beobachters

Der vollständige Forschungsmonitor steht auf der Webseite der Landesanstalt für Medien NRW zum Download zur Verfügung.

Wer in Zukunft über das Forschungsmonitoring oder vergleichbare Projekte informiert werden möchte, kann sich für den Forschungsverteiler anmelden.

Quelle: Landesanstalt für Medien NRW vom 22.07.2020

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