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Corona-Krisenstab

Familienverbände fordern Beteiligung

Zwei Kinder rutschen auf einer Rutsche, das hintere Kind ist als Elfe verkleidet und umarmt das vordere Kind, unten wartet ein Erwachsener
Bild: Paul Bradbury Cala Image - stock.adobe.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Der Corona-Krisenstab soll Maßnahmen zur Gesundheitssicherheit erarbeiten und umsetzen. In der Zusammensetzung dieses Gremiums finden nach Ansicht verschiedener Familienverbände die Bedürfnisse und Problemlagen der Familien jedoch abermals keine Berücksichtigung. Daher fordern die Verbände eine stärkere Einbeziehung des Bundesfamilienministeriums und eine stärkere Berücksichtigung der Belange von Familien.

Seit März 2020 schultern Eltern, Kinder und Jugendliche mit großem Kraftaufwand die Folgen der Pandemie. Viele politische Entscheidungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie waren gerade für Familien sehr einschneidend, und haben sie bis an die Grenze der Belastbarkeit gebracht, mit deutlichen Folgen für ihre wirtschaftliche und gesundheitliche Situation. Dennoch werden die Probleme und Herausforderungen von Familien von der Politik bislang weitgehend ignoriert. Bis heute ist zum Beispiel das Versprechen des Bundeskanzleramtes, einen Bundesfamiliengipfel durchzuführen, nicht umgesetzt.

Ein neu eingerichteter Corona-Krisenstab soll nun Maßnahmen zur Gesundheitssicherheit erarbeiten und umsetzen. In der Zusammensetzung dieses Gremiums finden die Bedürfnisse und Problemlagen der Familien jedoch abermals keine Berücksichtigung.

Daher fordern der Deutsche Familienverband (DFV), die evangelische arbeitsgemeinschaft familie (eaf), der Familienbund der Katholiken (FDK), der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV), der Verband binationaler Familien und Partnerschaften (iaf), das Zukunftsforum Familie (ZFF) sowie der Verband kinderreicher Familien Deutschland (KRFD): „Familien sind systemrelevant. Familienexpertise gehört in den Corona-Krisenstab der Bundesregierung. Mindestens ist das Bundesfamilienministerium regelmäßig einzubeziehen.“

Die Erfahrungen aus dem vergangenen Corona-Winter haben gezeigt, dass die Belange von Familien in den Regierungsberatungen kaum eine Rolle spielen. „Familien fühlen sich von der Politik weitgehend im Stich gelassen“, stellen die Verbände übereinstimmend fest. Viele Maßnahmen, die seit Beginn der Pandemie ergriffen worden sind, haben für Eltern und ihre Kinder spürbare Folgen: Eltern schultern Betreuung und Unterstützung ihrer Kinder in weit höherem Ausmaß als vorher – im Regelfall neben der Erwerbsarbeit, soziale Beziehungen und Alltagsnetzwerke sind ausgedünnt oder ganz weggefallen und sie erleben teils deutliche finanzielle Einbußen. Die Kinder gehen mit erheblichen Bildungslücken und schlechteren Zukunftschancen in das nächste Jahr, bei vielen von ihnen häufen sich zudem psychische und physische Erkrankungen.

„Eltern und Kinder sind Leidtragende in dieser Krise. Deshalb müssen Familien in der Ausnahmesituation der Pandemie viel stärker als bisher im Fokus stehen und ihre Perspektive muss auch im Krisenstab vertreten sein“, appellieren die Familienverbände.

Zum Hintergrund

Die Forderungen der Familienverbände kommen vom Deutschen Familienverband (DFV), der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie (eaf), dem Familienbund der Katholiken (FDK), dem Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV), dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften (iaf), das Zukunftsforum Familie (ZFF) sowie dem Verband kinderreicher Familien Deutschland (KRFD).

Quelle: evangelische arbeitsgemeinschaft familie vom 03.12.2021

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