Sie sind hier: Startseite  Im Fokus  Coronavirus

UNICEF

Eine bessere Welt für Kinder nach COVID-19

Eine Reihe Fünftklässler sitzt im Schulunterricht konzentriert an PCs
Bild: cherylt23 – pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

In einem offenen Brief wendet sich UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore an die internationale Gemeinschaft. Angesichts der dramatischen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Kinder muss gerade jetzt daran erinnert werden was nötig ist, um eine bessere Welt für Kinder zu schaffen. 

In dem weltweit veröffentlichten Brief skizziert Fore die aus der Sicht von UNICEF wichtigsten Herausforderungen und Chancen für Kinder. Insbesondere müssen weltweit das Vertrauen in Impfstoffe gestärkt, das psychische Wohlbefinden von Jugendlichen verbessert, Diskriminierung und der Klimawandel bekämpft sowie die digitale Kluft überwunden werden.

COVID-19-Pandemie mit historischem Ausmaß

„Während wir uns dem 75. Gründungstag von UNICEF nähern, müssen wir daran erinnern, dass diese Organisation inmitten einer anderen historischen Krise, nach dem Zweiten Weltkrieg, gegründet wurde“, schreibt Henrietta Fore. „Damals wäre es leicht gewesen, sich vom Ausmaß der Probleme überwältigen zu lassen, mit denen Kinder in einer vom Krieg verwüsteten Welt konfrontiert waren. Aber wir haben uns damals die Welt neu erdacht und Möglichkeiten gefunden: Wir haben neue Gesundheits- und Sozialsysteme aufgebaut, die Pocken und die Kinderlähmung besiegt. Und wir haben die Vereinten Nationen gegründet. Nun ruft uns die Geschichte noch einmal.“

Vertrauen in Impfstoffe muss weltweit gestärkt werden

Die UNICEF-Exekutivdirektorin warnt davor, dass die zögerliche Haltung gegenüber Impfstoffen weitreichende Auswirkungen auf die Möglichkeiten haben wird, die Corona-Pandemie zu besiegen. „Während UNICEF mit Regierungen, Partnern und Spendern zusammenarbeitet, um die Beschaffung, den Transport und die Lieferung von Corona-Impfstoffen auf der ganzen Welt zu ermöglichen“, so Henrietta Fore, „müssen wir gleichzeitig das Vertrauen in die Impfstoffe stärken, damit die Öffentlichkeit sie annimmt.“

Um Kinder und Jugendliche besser zu schützen muss weltweit gehandelt werden

In Bezug auf das psychische Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen schreibt Henrietta Fore, dass Covid-19 zu einem besorgniserregenden Anstieg von psychischen Belastungen beigetragen habe und fordert die internationale Gemeinschaft auf, hier genauer hinzusehen. „Die psychosoziale Versorgung und Unterstützung für junge Menschen in Gemeinden und Schulen müssen dringend ausgebaut und Elternprogramme aufgebaut werden. Es muss sichergestellt sein, dass Kinder aus gefährdeten Familien den Schutz und die Unterstützung erhalten, die sie zu Hause brauchen“, fordert Henrietta Fore in ihrem Brief.

Fore weist zudem darauf hin, dass die weltweiten Schulschließungen infolge der Pandemie die Ungerechtigkeit der digitalen Kluft offengelegt haben. „Während des Höhepunkts der Schulschließungen im Jahr 2020 waren etwa 30 Prozent der Schulkinder weltweit nicht in der Lage, am Fernunterricht teilzunehmen – darunter auch Kinder, die ohnehin keinen Zugang zu hochwertiger Bildung haben.“ Die UNICEF-Exekutivdirektorin ruft dazu auf, Bildung „neu zu denken“ und die digitale Kluft zu überwinden.

„Die Weltgemeinschaft muss einen Neustart für alle Menschen unterstützen, der Investitionen für Kinder Priorität einräumt. Wir müssen es ermöglichen, dass Kinder ihre Zukunftsträume leben können und sie in jedem Bereich ihres Lebens unterstützen.“

Der vollständige Brief wurde in englischer Sprache veröffentlicht.

Quelle: UNICEF vom 17.02.2021

Info-Pool