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Corona-Schutzimpfung

Kinder- und Jugendärzte begrüßen Empfehlung der STIKO

Eine Person bekommt eine Spritze in den Oberarm
Bild: rawpixel.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Der Deutsche Hausärzteverband e.V. und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) begrüßen die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO). Diese hat auf Grundlage der vorhandenen Datenlage mehrere Indikationen benannt, die für eine Corona-Schutzimpfung bei Kindern und Jugendlichen sprechen.

„Mit dieser Empfehlung können wir arbeiten – sie definiert eine eindeutige Gruppe und lässt dennoch Freiraum für individuelle Impfentscheidungen. Gleichzeitig setzt die STIKO damit ein Signal, dass die Entscheidung für eine Impfung immer noch bei Wissenschaft und Medizin, Ärztinnen und Ärzten sowie Patientinnen und Patienten liegt – und nicht bei der Politik!“  
Dr. Thomas Fischbach, Präsident des BVKJ e.V. und Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes

Die Impfungen von Kindern und Jugendlichen waren bereits vor der Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) öffentlich breit diskutiert worden. Die STIKO hat in ihrer heutigen Veröffentlichung auf eine generelle Impfempfehlung verzichtet und stattdessen bestimmte Vorerkrankungen benannt, wie Adipositas oder chronische Niereninsuffizienz, für die eine Impfung von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren empfohlen wird.

„Die Empfehlung ist eine gute Basis für einen verantwortungsbewussten Umgang von uns Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzten mit der freiwilligen Impfung nun auch in dieser Altersgruppe. Gemeinsam mit unseren Patientinnen und Patienten und ihren Eltern werden wir nach umfassender Beratung und Aufklärung in unseren Praxen die Impfentscheidungen treffen“
Dr. Thomas Fischbach, Präsident des BVKJ e.V.

„Angesichts der Tatsache, dass es noch immer an Impfstoff mangelt und vor dem Hintergrund, dass die bisherige Datenlage noch sehr dünn ist, war es unbegreiflich, warum die Politik das Thema so früh in die öffentliche Diskussion gebracht hat. Unser aller Ziel sollte es weiterhin sein, diejenigen vorrangig zu schützen, die ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf bei einer COVID-19-Erkrankung haben. Die heutige Empfehlung unterstützt genau diesen Weg“
Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes

Quelle: Deutscher Hausärzteverband e.V. und Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. vom 10.06.2021

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