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Coronavirus / Kinder- und Jugendarbeit

Corona-Umfrage: Wie steht es um die Internationale Jugendarbeit?

Mehrere Hände sind nach oben gestreckt und darüber sind bunte Sprechblasen zu sehen.
Bild: © sebra - fotolia.com

Geschlossene Grenzen, Reisewarnungen, Ausgangssperren und Ausgangsbeschränkungen bedingt durch den Corona-Virus stellen die Internationale Jugendarbeit aktuell vor große Herausforderungen. IJAB hat daher eine Umfrage gestartet, um einen Überblick über die Bedarfe der betroffenen Träger zu erhalten und davon Handlungsempfehlungen ableiten zu können.

Geplante internationale Begegnungen können nicht durchgeführt werden und Teilnehmende im Ausland werden teilweise unter schwierigen Bedingungen nach Deutschland zurückgeholt. In dieser Situation möchte IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. mit seinen Möglichkeiten unterstützen.

Online-Umfrage für Träger der Internationalen Jugendarbeit

Dafür benötigt IJAB zunächst die Hilfe der Träger, indem sie ihre konkrete Situation schildern und den notwendigen Unterstützungsbedarf benennen; insbesondere, wenn existenzielle Trägerbereiche nicht unter die bisher vom Bund und den einzelnen Bundesländern aufgestellten Rettungsschirme fallen.

Die Online-Umfrage läuft bis zum 13. April 2020.

Ziel der Umfrage ist es, einen Überblick zu erhalten über die Auswirkungen von Corona auf die Internationale Jugendarbeit mit ihren unterschiedlichen Formaten. Gleichzeitig möchte IJAB daraus Handlungsoptionen für das Arbeitsfeld ableiten.

Gleichzeitig empfielt IJAB, sich in finanziellen Fragen direkt an den entsprechenden Fördergeber zu wenden: das BMFSFJ oder das Landesministerium, bei dem der jeweilige Träger die Anerkennung als Träger der Kinder- und Jugendhilfe erhalten hat. Auf seiner Webseite www.ijab.de gibt es Informationen zur Internationalen Jugendarbeit in Zeiten von Corona. Dort findet sich auch eine Information zu Corona vom BMFSFJ.

Kontakte zu internationalen Partnern aufrechterhalten und neue Formate entwickeln

Marie-Luise Dreber, Direktorin von IJAB betont: „Wir möchten Sie aber ermutigen, die jetzige Situation auch als neue Herausforderung zu begreifen. Es könnte die Stunde für neue Formate sein – für kreative virtuelle Begegnungen, die den face-to-face Kontakt vorübergehend ersetzen und zukünftig ergänzen können. Wir sind sicher, dass Sie alle, die sich in den letzten Jahren für den internationalen Austausch stark gemacht haben, sich auch unter den neuen Bedingungen weiterhin dafür engagieren wollen und werden. Dafür müssen wir jetzt die Voraussetzungen schaffen. Denn gerade jetzt ist es wichtig, den Kontakt zu Partnern in möglichst vielen Ländern aufrechtzuerhalten und das Bewusstsein von jungen Menschen und Fachkräften der Jugendarbeit für europäische, internationale und globale Zusammenhänge weiter zu schärfen. Gerne denken wir gemeinsam mit Ihnen und Ihren Partnern über neue Begegnungsformate und Perspektiven nach, die der aktuellen Situation gerecht werden und die langfristig die Möglichkeiten der Internationalen Jugendarbeit sogar erweitern können. Hierfür möchten wir demnächst ein virtuelles Forum anbieten, um mit Ihnen für die Zukunft gemeinsam Ideen zu entwickeln. Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung. Gerne können Sie sich auch direkt mit uns in Verbindung setzen. Mit guten Wünschen für Ihre Gesundheit und Ihre Arbeit für jungen Menschen!“

Der Artikel „Internationale Jugendarbeit und Corona“ wurde von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. erstveröffentlicht. Wir danken für die freundliche Genehmigung der Übernahme.

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