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Coronavirus / Kindertagesbetreuung

Corona-Kita-Rat: Caritas fordert klare Vorgaben für eine verlässliche Betreuung

Eine junge Frau betreut drei Kleinkinder
Bild: © RioPatuca Images -fotolia.com

Der vom Bundesfamilienministerium initiierte Corona-Kita-Rat trat am 31. August 2020 zum ersten Mal zusammen. Der Deutsche Caritasverband (DCV) weist gemeinsam mit seinem Fachverband Katholische Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) auf das erhöhte Infektionsrisiko im Regelbetrieb hin und fordert einheitliche Vorgaben, sowie eine bessere Ausstattung und personellen Rückhalt für Träger und Einrichtungen.

Am 31. August 2020 tagte erstmals der vom Bundesfamilienministerium ins Leben gerufene Corona-Kita-Rat. „Es ist dringend notwendig, alle bundesweit an Kindertagesstätten Beteiligten in der Corona-Zeit an einen Tisch zu holen, um für Kinder und Eltern im ganzen Land eine gute und verlässliche Betreuung und frühkindliche Förderung in der Pandemie sicherzustellen“, sagt Caritas-Präsident Peter Neher mit Blick auf das erste Treffen des neuen Gremiums.

Gemeinsam müssten Maßnahmen ergriffen werden, um Kindern und Eltern eine verlässliche Begleitung zu ermöglichen. Denn in fast allen Bundesländern haben die Kitas den Regelbetrieb wieder aufgenommen. Gleichzeitig steigen in einigen Regionen die Infektionszahlen stark an.

Kita-Regelbetrieb in fast allen Bundesländern

Der Deutsche Caritasverband (DCV) und sein Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) sehen es als erforderlich an, die Zusammenarbeit mit den Familien auszubauen. Gerade für Familien in Quarantäne oder im Fall von Schließungen sind diese Angebote für Kinder und deren Eltern unverzichtbar. Auch eine digitale Ausstattung der Kitas sei wichtig, um den Kontakt mit Familien und Kindern halten zu können, wenn sie zuhause bleiben müssen.

„Vor allem in den ersten Wochen der Pandemie wurde in unseren Kitas deutlich, wie wichtig eine digitale Ausstattung für die pädagogische Arbeit ist. Ein Großteil der pädagogischen Fachkräfte musste auf private digitale Medien zurückgreifen, um die Kontaktaufnahme mit den Kindern zu Hause zu gewährleisten. Was wir brauchen ist ein Digital-Pakt für die Kitas, so wie es diesen für Schulen bereits gibt“, sagt Clemens Bieber, Vorsitzender des KTK-Bundesverbandes.

Infektionsrisko für Kinder und Personal weiterhin hoch

Aktuell im Normalbetrieb ist das Infektionsrisiko in den Kitas für Kinder und für das Personal, trotz der streng geltenden Hygieneregeln, hoch. „Umso wichtiger sind klare, einheitliche Vorgaben und ein personeller Rückhalt, wenn Erzieherinnen und Erzieher ausfallen sollten“, so Neher. „Flächendeckende Kita-Schließungen müssen wir unbedingt vermeiden.“

Der Corona-Kita-Rat ist ein Gremium aus Vertreterinnen und Vertretern von Trägern, Bund, Ländern, Kommunen, Gewerkschaften, Kindertagespflege und Eltern. Der Deutsche Caritasverband und sein Fachverband KTK sind über die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege im Gremium vertreten.

In ihrem Themenschwerpunkt veröffentlicht die Caritas einen Corona-Erfahrungsbericht aus einer Kita in Hamburg. Ausführliche Informationen zum Corona-Kita-Rat des Bundesfamilienministeriums finden sich in der Berichterstattung auf dem Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe.

Quelle: Deutscher Caritasverband e.V. vom 31.08.2020

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