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Coronavirus / Kinder- und Jugendpolitik

Bundesjugendkuratorium: Unterstützung von jungen Menschen in Zeiten von Corona gestalten

Ein Jugendlicher vor einem Gebäude schaut nachdenklich
Bild: Stefan Stefancik - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Das Bundesjugendkuratorium (BJK) dankt allen jungen Menschen und ihren Familien sowie all jenen, die diese in unserer Gesellschaft und in der Politik unterstützen, dass sie diese Krise bewältigen helfen. Es sei bemerkenswert, welche Leistungen etwa die Fachkräfte in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zur Zeit erbringen. Notwendig sei gerade jetzt eine aktive Kinder- und Jugendpolitik, die in dieser Krise für junge Menschen und mit ihnen sowie ihren Familien einen kinder- und jugendgerechten Alltag ermöglicht und organisiert.

Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation

Der Alltag von jungen Menschen und Familien wird schon allein durch die vorübergehenden Schließungen von Kindertagesstätten und Schulen, öffentlichen Räumen sowie Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit grundsätzlich umstrukturiert. Aus Sicht des Bundesjugendkuratoriums ist es jetzt unbedingt wichtig, dass die Schließung der öffentlichen Einrichtungen von jungen Menschen und Familien nicht als Rückzug der Kinder- und Jugend-, sowie Bildungspolitik aus der Unterstützung der Kinder, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien erlebt wird.

Dafür ist es dringend notwendig, dass die Infrastruktur der Kinder- und Jugendhilfe erhalten bleibt und freie Träger finanziell gesichert bleiben.

Freie Träger sollten gerade jetzt – wenn sie in dieser Krise innovative Wege mit jungen Menschen suchen – schnell und unkompliziert finanziell unterstützt werden.

Kinder- und Jugendpolitik ist gefordert

Notwendig sind auch finanzielle Unterstützungen für junge Menschen und Familien, die angesichts von Kurzarbeit etc. oder fehlendem Einkommen in Notlagen geraten. Es müssen auch Übergangslösungen für diejenigen jungen Menschen gefunden werden, die nicht auf verlässliche private und soziale Netzwerke zurückgreifen können.

Es ist jetzt eine aktive Kinder- und Jugendpolitik notwendig, die in dieser Krise für junge Menschen und mit ihnen sowie ihren Familien einen kinder- und jugendgerechten Alltag ermöglicht und organisiert!

Es sei eine der größten Herausforderungen für die kommunale Kinder- und Jugendpolitik, die Bildungspolitik in den Ländern sowie die Bundespolitik jetzt innovative Wege zu finden, um junge Menschen und Familien zu unterstützen, betont das BJK in seiner Stellungnahme. Notwendig sei gerade jetzt eine aktive Kinder- und Jugendpolitik, die für junge Menschen und mit ihnen sowie ihren Familien einen kinder- und jugendgerechten Alltag organisiert. Gefordert seien innovative – insbesondere auch digitale – Wege.  Der gesamte Zwischenruf steht auf www.bundesjugendkuratorium.de/stellungnahmen als Download zur Verfügung.

Weiterführende Informationen

Das Bundesjugendkuratorium (BJK) ist ein von der Bundesregierung eingesetztes Sachverständigengremium. Es berät die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Kinder- und Jugendhilfe und in Querschnittsfragen der Kinder- und Jugendpolitik. Dem BJK gehören bis zu 15 Sachverständige aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Wissenschaft an. Die Mitglieder wurden durch die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Dauer der laufenden Legislaturperiode berufen. Weitere Informationen: www.bundesjugendkuratorium.de

Aufgrund der aktuellen Situation stellt das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe umfangreiche Informationen zum Coronavirus zur Verfügung. Auf einer Sonderseite finden sich Stellungnahmen, Aufrufe, Medientipps sowie Informationen zur Situation und den Auswirkungen auf die Arbeit der Fachkräfte und die Existenz der Träger, Verbände und Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe und sozialen Dienste. Alle Informationen unter www.jugendhilfeportal.de/fokus/coronavirus/

Quelle: Bundesjugendkuratorium vom 24.03.2020

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