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Aufholpaket

3,4 Millionen Euro für additive Lernangebote in Rheinland-Pfalz

Eine alte Dame und eine junger Mann in Form von Miniaturfiguren sitzen auf Münztürmen.
Bild: © ink drop - fotolia.com

Um mehr Bildungsgerechtigkeit zu schaffen und zusätzliche Förderung für Schüler/-innen zu ermöglichen, wurde das Maßnahmenpaket „[email protected]“ auf den Weg gebracht, in das neben Landesmitteln auch die Bundesmittel aus dem Corona-Aufholprogramm fließen. Ein wichtiger Baustein dabei sind die sogenannten additiven – also zusätzlichen – Lernangebote der Volkshochschulen zur Förderung der Basiskompetenzen in Mathematik und Deutsch.

Am 2. September unterzeichneten Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig und der Vorsitzende des vhs-Verbands Rheinland-Pfalz, Landtagspräsident Hendrik Hering, dazu eine neue Kooperationsvereinbarung in Mainz. Im Rahmen des Landeskonzeptes [email protected] (PDF) stehen nun in den Jahren 2021 und 2022 rund 3,4 Millionen Euro zusätzlich für die additiven Lernangebote zur Verfügung. Die Kooperationspartner vor Ort können, je nach den Bedürfnissen der Teilnehmenden, auch zusätzliche Schwerpunkte zu den Fächern Mathematik und Deutsch setzen.

„Kinder dürfen nicht zu den Verlierern dieser Pandemie werden – dafür machen wir uns stark. Unsere gut ausgebildeten und engagierten Lehrkräfte nehmen hier eine zentrale Funktion ein und wir stellen ihnen zusätzlich Unterstützung an die Seite: Beispielweise mit mehr Mitteln für Vertretungskräfte oder die Schulsozialarbeit. Und wir arbeiten mit starken Kooperationspartnern zusammen, die in enger Abstimmung mit den Schulen weitere Förderangebote unterbreiten. Bereits im Februar haben wir eine Rahmenvereinbarung für die Durchführung von außerschulischen Angeboten in Zusammenarbeit zwischen Schulen und Volkshochschule abgeschlossen. Die bestehende Kooperation erweitern wir jetzt für dieses und nächstes Schuljahr. Ich bedanke mich herzlich bei den Volkshochschulen und allen, die diese Kooperation möglich machen und die Angebote vor Ort mit den Schülerinnen und Schülern umsetzen“, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Seit Februar konnten bereits rund 1.300 Kurse für knapp 11.000 Schüler/-innen bewilligt werden. Mit den zusätzlichen Mitteln können damit je nach Umfang der Kurse über 4.000 Kurse für bis zu 50.000 Schüler/-innen durchgeführt werden.

Der Vorsitzende des Volkshochschulverbandes Rheinland-Pfalz, Landtagspräsident Hendrik Hering, betonte: „Als starker und flächendeckend zur Verfügung stehender Bildungspartner führen die Volkshochschulen seit März 2021 erfolgreich additive Lernangebote durch. Zusätzliche qualitativ hochwertige Bildungsangebote mit Unterrichtsbezug zur Aufarbeitung von Lernrückständen finden an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen statt. Es ist wichtig und notwendig, dass wir alle verfügbaren Ressourcen bündeln, damit die Schülerinnen und Schüler im Land coronabedingt keine Nachteile beim Lernen haben. Mit den additiven Lernangeboten, insbesondere in den Fächern Deutsch und Mathematik leisten die Volkshochschulen damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. Wir sind froh, dass die Kooperation jetzt auch längerfristig fortgesetzt werden kann.“

Die bestehende Rahmenvereinbarung wird durch die neue abgelöst. Das Angebot wird auf dieses und das nächste Schuljahr erweitert, Angebote sind nun auch ausdrücklich in den Ferien möglich. Mehr als drei Viertel aller Volkshochschulen landesweit beteiligen sich schon an dem Angebot, das an allen Schularten umgesetzt werden kann und in der Regel am Nachmittag stattfindet.

Quelle: Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz vom 02.09.2021

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