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Coronavirus / Gesundheit

105 mobile Teams für die Gesundheitsämter – Zusätzliche Unterstützung bei der Nachverfolgung

Arzt mit Klemmbrett

Die kommunalen Gesundheitsämter sollen mit 105 mobilen Teams bei der Nachverfolgung von Infektionsketten unterstützt werden. Der Deutsche Landkreistag begrüßt die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und betont die Bedeutung der zusätzlichen mobilen Einheiten für die Eindämmung der Corona-Pandemie. Insgesamt fühlen sich die Kommunen auf eine mögliche zweite Welle gut vorbereitet.

Der Deutsche Landkreistag begrüßt die Ankündigung der Bundeskanzlerin, die kommunalen Gesundheitsämter mit 105 mobilen Teams bei der Nachverfolgung von Infektionsketten zu unterstützen. Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Hans-Günter Henneke sagte: „Die Landkreise sind gut aufgestellt. Wichtig ist deshalb, dass die Gesundheitsämter als zuständige Behörden vor Ort bei Bedarf auf diese zusätzlichen mobilen Einheiten zugreifen und deren Einsatz steuern können. Über die konkrete Umsetzung bedarf es zwingend unmittelbarer Gespräche der Bundesregierung mit den kommunalen Spitzenverbänden. Wir können derzeit noch nicht absehen, wie sehr uns die Eindämmung der Pandemie noch fordern wird. Insofern ist das eine gute Maßnahme, um auf eine zweite Welle vorbereitet zu sein.“

Landkreise fühlen sich auf eine zweite Welle gut vorbereitet

Die Landkreise fühlten sich der Krise gewachsen, „auch deshalb, weil wir in der Lage sind, Personal aus anderen Teilen unserer Verwaltung abzuziehen und im Gesundheitsbereich für helfende Tätigkeiten einzusetzen. Aber jede Hilfe – so auch die personelle Unterstützung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes – macht es noch besser und sicherer.“ Die Schwierigkeit bestehe nämlich auch darin, dass niemand genau wisse, wie sich die Lage in den nächsten Wochen entwickeln werde. Hinzu kämen regional unterschiedliche Entwicklungen mit möglichen Belastungsspitzen in einzelnen Landkreisen.

Mögliche Belastungsspitzen in einzelnen Regionen

„Die Ärzte und Pflegekräfte in unseren Krankenhäusern, die Mitarbeiter in den kommunalen Gesundheitsämtern und die vielen freiwilligen Helfer leisten bewundernswerte, harte Arbeit. Dafür danken wir ihnen täglich und sollten diese Anerkennung auch öffentlich machen. Vor diesem Hintergrund kann die angekündigte Kontaktstelle beim Robert Koch-Institut einen zusätzlichen Beitrag leisten, um das Vorgehen der Verantwortlichen vor Ort mit dem RKI noch besser zu verzahnen“, so Henneke.

Quelle: Deutscher Landkreistag vom 20.04.2020

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