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UNICEF: 50.000 Kinder in Südsudan sind vom Tod bedroht

UNICEF und das Welternährungsprogramm verstärken ihre Hilfe für verzweifelte Familien in abgelegenen Regionen des Südsudans. Dort hat sich die Zahl der Kinder, die vom Tod durch Mangelernährung und Krankheiten bedroht sind, dramatisch erhöht.

Im jüngsten Staat der Welt droht nach der Gründung heute vor drei Jahren eine Hungerkatastrophe, wenn die internationale Hilfe nicht rasch ausgeweitet wird. Am schlimmsten ist die Situation in den von Konflikten stark betroffenen Landesteilen Jonglei, Unity und Upper Nile. Dort haben 60 bis 75 Prozent der Menschen keine sichere Nahrungsmittelversorgung mehr. Schätzungsweise 235.000 Kinder unter fünf Jahren müssen dringend wegen schwerer akuter Mangelernährung behandelt werden – doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Ohne rasche Hilfe könnten laut UNICEF in den kommenden Monaten 50.000 Kinder an den Folgen sterben.
 
UNICEF und das Welternährungsprogramm haben zusammen mit Partnern Hilfsteams in abgelegenen Landesteilen im Einsatz. Sie registrieren Hilfsbedürftige und organisieren  die Lieferung von Nahrungsmitteln – vielfach werden diese aus der Luft abgeworfen. Die Teams helfen auch bei der Versorgung mit sauberem Wasser und versorgen Kinder, die auf der Flucht von ihren Eltern getrennt wurden. Ziel ist es auch, Kinder, deren Ernährungszustand sich noch nicht verschlechtert hat, rechtzeitig vor der tödlichen Spirale aus Mangelernährung und Krankheiten zu schützen. Bislang wurden 15 Regionen mit 70.000 Kindern unter fünf Jahren erreicht.
 
„Viele Menschen, die aus ihren Dörfern vertrieben wurden, müssen tagelang ohne irgendetwas zu essen laufen, bevor sie Städte wie Bentiu erreichen. Manche Kinder sind bei ihrer Ankunft in einem so schlechten Zustand, dass ihnen kaum noch zu helfen ist“, sagte Jonathan Veitch, Leiter von UNICEF Südsudan.
 
„Erfahrene Nothelfer, die aus abgelegenen Regionen zurückkehren, berichten von Zuständen, wie sie sie noch nie gesehen haben“, sagt die Länderdirektorin des Welternährungsprogramms in Südsudan, Joyce Luma. „Die Arbeit dieser Teams ist entscheidend, um eine Hungerkatastrophe abzuwenden.“
 
In Südsudan sind 1,5 Millionen Menschen auf der Flucht vor den Kämpfen rivalisierender Gruppen. Über 1,1 Millionen leben in improvisierten Notunterkünften – die Hälfte von ihnen Kinder und Jugendliche. UNICEF benötigt für die Nothilfe dringend Spenden – allein für die Nahrungsmittelhilfe werden bis Ende des Jahres 22 Millionen Euro gebraucht.

Quelle: UNICEF vom 09.07.2014