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Sachsen-Anhalts Sozialminister Bischoff möchte dasThema Gewalt an Frauen aus der Tabuzone herausholen

Sozialminister Norbert Bischoff will das Thema häusliche Gewalt stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (am 25. November 2010) erklärte Bischoff in Magdeburg: „Unser Ziel muss es sein, das Thema aus der Tabuzone herauszuholen, dafür zu sensibilisieren und auf Hilfsangebote hinzuweisen. Noch zu oft wird das Thema verharmlost. Gewalt an Frauen ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat.“

Der Minister betonte die Notwendigkeit eines abgestimmten Vorgehens aller Institutionen, Behörden und Verbände gegen Gewalt an Frauen. „Effektive Hilfe braucht auch ein effektives Netzwerk der Hilfestrukturen - von Polizei über Interventionsstellen bis hin zu Frauenhäusern, Jugendämtern, Staatsanwaltschaften, Straf- und Zivilgerichten sowie Vereinen und Verbänden, die mit ihren flankierenden Maßnahmen die Opfer über ihre Rechte und vorhandene Hilfsangebote informieren.“

Landesweit gibt es 20 Frauenhäuser und acht ambulante Beratungsstellen, die vom Land in 2010 und 2011 insgesamt mit jeweils 1,24 Millionen Euro gefördert werden. Darüber hinaus arbeiten Beratungs- und Koordinierungsstellen für Opfer von sexualisierter Gewalt und Interventionsstellen „Häusliche Gewalt und Stalking“, die pro Jahr mit zusammen 413.000 Euro vom Land gefördert werden.

Hintergrund:

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen geht auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal zurück, die als Aktivistinnen zur Verbesserung der Lebensverhältnisse am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter vom militärischen Geheimdienst ermordet wurden. Der Mut der Mirabal Schwestern gilt seitdem symbolisch weltweit und ist Ansporn für alle Frauen, sich gegen jegliches Unrecht zu wehren. 1981 wird der 25. November auf einem Treffen lateinamerikanischer Frauen in Kolumbien in Erinnerung an die Ermordeten als internationaler Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen ausgerufen. Seit 1999 ist der 25. November von den Vereinten Nationen als offizieller Gedenktag anerkannt.

Quelle: Ministerium für Gesundheit und Soziales Sachsen-Anhalt

 

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