Bildungsforschung

OECD legt Bericht zur Bildungs-Chancengleichheit von Mädchen und Jungen vor

Ein Schüler dreht sich um
Bild: © Kzenon - Fotolia

Der von der OECD im März vorgelegte Bericht "The ABC of Gender Equality in Education" befasst sich mit den Leistungsdifferenzen von Jungen und Mädchen in der Bildung und beleuchtet die Aspekte Begabung, Verhalten und Selbstvertrauen.

Deutschland gehört zu den Ländern mit dem größten Geschlechtergefälle in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), wenn Mädchen und Jungen ihre Einstellung der Mathematik gegenüber angeben: Gefragt, ob sie mathematische Aufgaben schnell begreifen, antworten Jungen wesentlich häufiger mit Ja als Mädchen. Andersherum stimmen Mädchen eher der Aussage zu: "Ich bin einfach nicht gut in Mathe" – und das auch dann, wenn sie im PISA-Test genauso erfolgreich abschneiden wie ihre männlichen Alterskameraden.

Der erste OECD-Bildungsbericht mit Fokus auf den Geschlechtern "The ABC of Gender Equality in Education" belegt, dass Leistungsunterschiede zwischen Jungen und Mädchen nicht durch angeborenes (Un)Vermögen, sondern durch eine erworbene Haltung gegenüber der jeweiligen Materie, der Schule, beziehungsweise dem Lernen zustande kommen. Er zeigt, wie Eltern und Lehrer/-innen dazu beitragen können, dass alle Kinder ihr Potenzial möglichst voll ausschöpfen.

Die Online-Ausgabe des Berichts ist in englischer Sprache direkt einzusehen unter:
www.oecd-ilibrary.org/education/the-abc-of-gender-equality-in-education_9789264229945-en

Quelle: OECD vom 05.03.2015

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