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NRW wählt – 840.000 Erstwähler entscheiden mit über den neuen Landtag

Wahlen
Bild: © Marco2811 - Fotolia.com

Am kommenden Sonntag wählt NRW einen neuen Landtag. Mit dabei, wenn es um die mindestens 181 Parlamentssitze in Düsseldorf geht, sind die über 840.000 Erstwähler/-innen. Der Wahl-O-Mat hat schon jetzt alle Rekorde gebrochen. Mehr als 1,5 Mio. mal wurde das Informationsangebot bereits genutzt.

Am kommenden Sonntag (14.05.) sind im bevölkerungsreichsten Land der Bundesrepublik rund 13,1 Millionen Bürger aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Vom Ausgang der Wahl ist nicht nur die Zusammensetzung von Landesparlament und Landesregierung abhängig. Es entscheidet sich damit auch, wer Nordrhein-Westfalen im Bundesrat vertritt. Eine grundlegende Änderung der Mehrheitsverhältnisse in der Länderkammer ist allerdings nicht zu erwarten. Grund ist eine nie dagewesene Koalitionsvielfalt in den 16 Ländern. 

840.000 Erstwähler 

Von den rund 13,1 Millionen Wahlberechtigten sind knapp 840.000 Erstwähler. Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben und mindestens seit dem 28. April 2017 in NRW wohnen. Rund 6,8 Millionen der Wahlberechtigten in NRW sind Frauen.

Die Auswahl unter den Parteien war für die Wähler noch nie so groß wie in diesem Jahr. 31 Parteien, 14 mehr als 2012, wurden von Landeswahlausschuss zugelassen - von den AD-Demokraten bis zur Zentrumspartei.

Die Landtagswahl Nordrhein-Westfalen gilt als "kleine Bundestagswahl" – wie die Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland abgestimmt haben, kann in den Augen politischer Beobachter ein Indikator für einen bundespolitischen Trend sein. Insbesondere in diesem Jahr, da die Landtagswahl nur wenige Monate vor der Bundestagswahl stattfindet.

Wahl-O-Mat über 1,5 Mio. Mal genutzt

Noch nie wurde der Wahl-O-Mat der bpb/ Bundeszentrale für politische Bildung so oft gespielt, wie vor dieser Landtagswahl: Mehr als 1,5 Millionen Menschen haben sich schon über die Positionen der Parteien im größten Bundesland informiert. 2012 waren es noch 1.270.000 Nutzungen insgesamt.

Den Machern des Wahl-O-Mat geht es dabei vor allem darum zu zeigen, welche Themen bei der Wahl wichtig sind und dass sich die Positionen der Parteien zum Teil erheblich unterscheiden. Und sie wollen dazu motivieren, an Wahlen teilzunehmen: "Der Wahl-O-Mat macht deutlich, dass eben nicht alle Parteien gleich sind. Wie kaum ein anderes Angebot verdeutlicht er, wie wichtig es ist, zur Wahl zu gehen. Denn bei jeder Wahl nehmen die Wähler Einfluss darauf, welche Entscheidungen in den nächsten vier oder fünf Jahren getroffen werden", so Thomas Krüger, Präsident der bpb.

Die 38 Thesen im Wahl-O-Mat werden von einem Team aus Jung- und Erstwählern erstellt, das zu jeder Wahl neu zusammengesetzt wird. Dabei werden sie von Wissenschaftlern, Journalisten und Pädagogen unterstützt. Die Antworten werden direkt von den Parteien gegeben und autorisiert. Der Wahl-O-Mat ist keine Wahlempfehlung, sondern soll als Ausgangspunkt dienen, sich weiter mit den Themen und den Positionen der Parteien zu befassen.

Weitere Informationen zum Wahl-O-Mat auf dem Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe und auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung

Mehr Informationen zur Landtagswahl und weiterführende Links stehen auf der Webseite des Bundesrats zur Verfügung. 

Quelle: Bundesrat vom 10.05.2017/ Bundeszentrale für politische Bildung vom 08.05.2017

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