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NRW: Taschengeldbörse hilft Jung und Alt

Zwanzig-Euroschein in Jeanstasche
Bild: ilker .

Taschengeldbörsen bringen Jugendliche, die mit einfachen Dienstleistungen ihr Taschengeld etwas aufstocken wollen, und ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen, die Unterstützung gut gebrauchen können, zusammen.

Was in Solingen mit Erfolg eingerichtet wurde, kann mit Unterstützung des Landes nun flächendeckend in Nordrhein-Westfalen entstehen.

„Es ist eine so einfache wie tolle Idee, die Solingen erfolgreich umgesetzt hat: Die Servicebrücke Jugend – Alter. Solche Brücken sollten überall in Nordrhein-Westfalen gebaut werden. Deshalb unterstützen wir ab sofort die Gründung von Taschengeldbörsen“, erklärte Barbara Steffens, Ministerin für Pflege und Alter, in Düsseldorf. „Kreise und kreisfreie Städte, die das sinnvolle Geben und Nehmen zwischen Jung und Alt nach dem Modell der Taschengeldbörse vermitteln, können zum Aufbau der Servicebrücke jeweils eine Unterstützung in Höhe von insgesamt 15.000 Euro aus Mitteln des Landes und der Europäischen Union erhalten“, so Steffens weiter.

Finanziell gefördert werden von Land und EU beim Aufbau von Taschengeldbörsen Kosten für Personal einer kommunalen Koordinierungsstelle oder für einen Internetauftritt. Das Prinzip ist einfach: Kommunen oder Kreise schaffen eine Plattform, bei der sich beide Seiten melden: Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die gerne für andere kleinere ungefährliche Arbeiten wie beispielsweise Einkaufsdienste oder Hilfe in Haus und Garten übernehmen würden, und ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen, die entsprechende Unterstützung suchen. Bezahlt werden sollen den Jugendlichen mindestens fünf Euro pro Stunde. Ihr Einsatz soll auf maximal zwei Stunden pro Tag bzw. zehn Stunden pro Woche begrenzt sein.

Ministerin Steffens: „Der Gewinn des Projekts liegt nicht nur in der konkreten wechselseitigen Unterstützung. Gefördert wird auch der Zusammenhalt, Austausch und das wechselseitige Verständnis zwischen den Generationen. Jugendliche lernen ihre Stärken und Kompetenzen besser kennen und können für ihr künftiges Leben lernen. Ältere geben ihre Erfahrungen weiter und können ebenfalls von den Stärken der jungen Generation profitieren. Solche Servicebrücken können auch ein wichtiger Baustein für das Zusammenleben im Quartier sein und es älteren Menschen erleichtern, so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können.“

Unterstützt und begleitet werden Kommunen und Kreise beim Aufbau von Taschengeldbörsen durch das Institut für soziale Arbeit e.V. Münster in Kooperation mit der AWO Arbeit & Qualifizierung gGmbH Solingen.

Quelle: Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen