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Modellprojekt: "Zeitschriften in die Schule" 2013 auch in Grundschulen

Lustige Strichmännchen
Bild: © dip - Fotolia.com

Dass Zeitschriften ein wichtiges und probates Mittel einer zeitgemäßen Leseförderung sind, zeigt das Projekt „Zeitschriften in die Schulen“ der Stiftung Presse-Grosso und der Stiftung Lesen mit Unterstützung der deutschen Presse-Grossisten und des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger. Nun startet das Projekt zum ersten Mal auch an Grundschulen.

Seit 2003 wird das Projekt "Zeitschriften in die Schulen" mit großem Erfolg an weiterführenden Schulen umgesetzt. Nun startet es als Pilotprojekt der Stiftung Presse-Grosso und der Stiftung Lesen zum ersten Mal auch an Grundschulen. Die Anschubfinanzierung für den Pilotstart hat der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Bernd Neumann, zur Verfügung gestellt.

Magazine, Zeitschriften und Comics

Rund 200 Klassen der Stufen drei und vier können sich im Herbst 2012 für das Projekt anmelden. Anfang 2013 erhalten die teilnehmenden Klassen ihre Zeitschriftenboxen mit einer großen Auswahl an altersgerechter Lektüre. Darunter sind Wissensmagazine genauso wie Sport- und Tierzeitschriften sowie Comics. Gleichzeitig stellt die Stiftung Lesen den Lehrkräften methodisch-didaktische Unterrichtsimpulse zur Verfügung. So wird über das freie Lesen der Titel hinaus eine Anregung zur inhaltlichen, sprachlichen und kreativen Auseinandersetzung mit dem Medium Zeitschrift angestrebt. Durch eine wissenschaftliche Evaluation des Pilotprojektes wird die Wirksamkeit der Maßnahme bei den Dritt- und Viertklässlern überprüft.

Den "Leseknick" in der Pubertät abschwächen

„Gerade Zeitschriften erreichen auch die Kinder, die mit konventionellen, buchfokussierten Angeboten nicht zu motivieren sind“, erläutert Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programme und Projekte der Stiftung Lesen, den Hintergrund von „Zeitschriften in die Schulen“. „Durch das Pilotprojekt an Grundschulen wollen wir die Kinder nun noch früher als bisher erreichen und hoffen, dadurch den ‚Leseknick‘ in der Pubertät weiter abschwächen zu können.“ Die bisherigen Erfahrungen von „Zeitschriften in die Schulen“ ab der Klassenstufe fünf haben gezeigt: Zeitschriften üben auf Kinder und Jugendliche eine besondere Faszination aus und animieren so zum Lesen. Durch ihre Themenvielfalt berücksichtigen Zeitschriften verschiedene Interessen und spiegeln so die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen wider. Die kürzeren Textabschnitte sind auch für diejenigen, die sonst weniger gerne lesen, leichter zu bewältigen als ein klassisches Buch. Dadurch und durch die bildorientierte Gestaltung ist die Hemmschwelle zum Lesen deutlich niedriger.

Klaus-Dieter Wülfrath, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Presse-Grosso, freut sich über die Ausweitung des erfolgreichen Projektes auf den Grundschulbereich: „Wir wissen aus wissenschaftlichen Studien, welche positive Auswirkung Zeitschriften auf Leselust und Leseverhalten von Kindern, die aus sozial benachteiligten Verhältnissen stammen oder in deren Elternhaus nicht (mehr) gelesen wird, haben. Daher ist es uns ein besonderes Anliegen, auch jüngeren Altersgruppen über die Zeitschriftenlektüre neue Zugänge zum Lesen zu bieten.“

Quelle: Stiftung Lesen vom 02.08.2012