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Mit der Kindernothilfe gegen Kinderarbeit

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Bild: © Andreas F. - Fotolia.com

Weltweit werden in genau vier Wochen - am Internationalen Tag gegen Kinderarbeit - Zeichen gesetzt gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Wie in Deutschland sollen auch Kinder in Äthiopien zur Schule gehen - und nicht als billige Arbeitskräfte schuften.

Mit dem Wettbewerb "Action!Kidz - Kinder gegen Kinderarbeit" können Mädchen und Jungen hierzulande Kinderarbeitern in Äthiopien helfen. Die Kindernothilfe ruft Schulen, Konfirmanden- und Jugendgruppen auf, 17.800 Betroffenen Zugang zu Bildung und damit eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Mädchen und Jungen können beim Kindernothilfe-Wettbewerb mitmachen und als "Action!Kidz" das Leben schwer arbeitender Altersgenossen verbessern. Vier Wochen vor dem "Internationalen Tag gegen Kinderarbeit" am 12. Juni macht die Kindernothilfe auf das schwere Schicksal von Kindern und Jugendlichen im Norden des Landes Äthiopien aufmerksam, die von Landwirten als Feldarbeiter und Viehhüter "gemietet" oder "gekauft" werden. 17.800 Betroffene gehen nicht zur Schule, sondern leisten jeden Tag schwere körperliche Arbeit, um mit dem Geld das Einkommen der Familie aufzubessern.

Ab sofort können sich Kinder und Jugendliche in Deutschland stark machen gegen Kinderarbeit und mit kleinen freiwilligen Arbeitseinsätzen im Garten, im Haus oder in Unternehmen Spenden sammeln. Der Erlös unterstützt die wichtige Arbeit der Kindernothilfe gegen Ausbeutung und Missbrauch von Kindern in Äthiopien: Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation werden neue Schulen gebaut, Lehrer ausgebildet und Unterrichtsmaterialien angeschafft. Zum nachhaltigen Schutz der Kinder werden spezielle Maßnahmen für Erwachsene entwickelt, die Dorfbewohner und Politiker über die schwerwiegenden Folgen von Kinderarbeit aufklären.

"Das Ausmaß von Kinderarbeit sehen wir auf der ganzen Welt jeden Tag: auf Plantagen, in Steinbrüchen, in Fabriken und Nähereien, in der Fischerei oder in Haushalten. Angespornt von den bisherigen Ergebnissen werden wir in unserem Engagement gegen diese Ausbeutung von Kindern aber nicht nachlassen, ganz im Gegenteil", erklärt der Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe, Dr. Jürgen Thiesbonenkamp. Bereits seit 2007 ruft die Kindernothilfe-Kampagne "Action!Kidz - Kinder gegen Kinderarbeit" Kinder und Jugendliche zu sozialem Engagement auf. Bis heute haben fast 34.000 Mädchen und Jungen als "Action!Kidz" mehr als 550.000 Euro an Spenden für Projekte gegen ausbeuterische Kinderarbeit in Indien, Bolivien, Haiti, Sambia und Indonesien gesammelt. Weitere Informationen zum Kindernothilfe-Wettbewerb sowie Beiträge und Fotos zum schweren Schicksal von Kindern und Jugendlichen in Äthiopien gibt es auf der Website www.actionkidz.de.

Hintergrund zur weltweiten Ausbeutung von Kindern durch Kinderarbeit Nach Schätzungen der IAO (Internationale Arbeitsorganisation, 2010) schuften weltweit 115 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit unter ausbeuterischen und oft gesundheitsschädlichen und gefährlichen Bedingungen. Die IAO fürchtet, dass die globale Wirtschaftskrise die bisherigen Fortschritte im Kampf gegen Kinderarbeit bremsen wird. Armut treibt viele Familien dazu, ihre Kinder zur Arbeit zu schicken. Kinder werden Opfer von Sklaverei, Kinderhandel oder Prostitution. Die Kindernothilfe unterstützt Projekte, in denen Mädchen und Jungen vor Ausbeutung und Missbrauch geschützt werden. Sie erhalten die Möglichkeit, zur Schule zu gehen oder eine Ausbildung zu machen, und haben dadurch eine Perspektive für eine bessere Zukunft.

Mehr Informationen: www.actionkidz.de und www.kindernothilfe.de

Quelle: Kindernothilfe e.V.

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