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Mecklenburg-Vorpommern wählt neuen Landtag

Hände halten den Schriftzug "Vote" hoch
Bild: © Rawpixel - Fotolia.com

Am kommenden Sonntag wählt Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Die aktuellen Umfragen sagen eine schwierige Regierungsbildung voraus. Junge Menschen dürfen, anders als bei Kommunalwahlen, erst ab 18 Jahren an den Wahlen teilnehmen.

Am 4. September sind rund 1,6 Millionen Menschen im Nordosten der Bundesrepublik aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Indirekt entscheiden sie damit auch über die Zusammensetzung des Bundesrates. Denn sobald der neue Landtag eine Regierung gewählt hat, vertritt diese das Land mit drei Stimmen im Bundesrat in Berlin. Bis dahin agiert die aktuelle Landesregierung geschäftsführend.

Derzeit wird Mecklenburg-Vorpommern von einer Großen Koalition aus SPD und CDU regiert. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) stellt sich zur Wiederwahl. Spitzenkandidat der CDU ist Innenminister Lorenz Caffier, zugleich stellvertretender Ministerpräsident.

Keine eindeutigen Mehrheiten

Die aktuellen Umfragen sagen eine schwierige Regierungsbildung voraus: sie sehen die SPD bei 26 Prozent, die CDU bei 23 Prozent, die Linke bei 16 und die Grünen bei 6 Prozent. Die AfD, die zum ersten Mal zur Landtagswahl antritt, schätzen die Demoskopen bei 19 Prozent ein. Die NPD würde mit den vorausgesagten 3 Prozent nicht mehr im Landtag vertreten sein, ebenso die FDP mit gleicher Prognose. (Quelle: Infratest-dimap-Umfrage vom 18. August 2016)

Koalitionsvielfalt im Bundesrat

Der Ausgang der Wahl bestimmt auch über die Zusammensetzung des Bundesrates, da dort die Länder durch ihre jeweilige Landesregierung vertreten sind. So sieht es das Grundgesetz in Artikel 51 Abs. 1 vor. Die Anzahl der Mitglieder und Stimmen eines Landes im Bundesrat richtet sich nach der Einwohnerzahl. Mit 3 Mitgliedern / Stimmen gehört Mecklenburg-Vorpommern zu den kleineren Ländern.

Mehr Informationen zur aktuellen Zusammensetzung des Bundesrats und zur Vertretung Mecklenburg-Vorpommerns in der Länderkammer stehen auf der Webseite des Bundesrats zur Verfügung.  

Jugendliche wählen erst ab 18 

Anders als bei den Kommunalwahlen, dürfen junge Menschen den Landtag in Mecklenburg-Vorpommern erst ab 18 wählen. Der Landesjugendring hat Informationen für Jugendliche und Unterstützer auf seiner Webseite zusammengestellt. 

Quelle: Bundesrat vom 30.08.2016 und Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern