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Kriminalstatistik: Jugendkriminalität weiter rückläufig

Bild: © BMI/Hans-Joachim M. Rickel Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik 2010.

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich und der Vorsitzende der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder, Hessens Innenminister Boris Rhein, haben heute in Berlin die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2010 vorgestellt.

Demnach wurde im vergangenen Jahr mit 5.933.278 registrierten Straftaten erstmals seit der Deutschen Einheit die Sechs-Millionen-Grenze unterschritten (2009: 6.054.330 Fälle). Überproportional zurückgegangen ist erneut die Zahl tatverdächtiger Jugendlicher (14 bis unter 18 Jahre) - um 6,9 Prozent auf 231.543 (2009: 248.702). Noch stärker zurückgegangen - um 9,9 Prozent auf 35.541 - ist der  Anteil jugendlicher Tatverdächtiger bei der Gewaltkriminalität. (2009: 39.464).

Bundesinnenminister Dr. Friedrich bezeichnete den erneuten Rückgang der Fallzahlen bei der Jugendkriminalität als erfreulich, will darin aber keinen Grund zu einer Entwarnung sehen. "Das haben beispielsweise die jüngsten brutalen Überfälle auf Berliner U-Bahnhöfen wieder erschreckend deutlich gemacht. Zwischen 1993 und 2008 hatten sich die Zahlen zur Jugendgewalt verdoppelt, so dass die rückläufige Entwicklung der beiden letzten Jahre an einem hohen Niveau ansetzt. Ihre Eindämmung erfordert daher weiterhin ein entschlossenes Vorgehen und Zusammenwirken von Politik und Gesellschaft, nicht zuletzt in präventiver Hinsicht", so Friedrich.

Besonders würdigte Friedrich auch die "hervorragende Arbeit der Polizei im Bereich der Kriminalprävention". Mit dem Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes sei es gelungen, die Bevölkerung - und hier insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene - über Erscheinungsformen der Kriminalität, ihre Ursachen und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären.

Quelle: Bundesministerium des Inneren